Grünschnitt entsorgt der Kreiswirtschaftsbetrieb im Oktober und November kostenfrei. Das ist ein Service des kreiseigenen Betriebes. Jedoch sind die Mengen begrenzt. Mancherorts werden extra Container postiert, anderswo wird der Grünschnitt sozusagen von der Straße weggeholt.

Schönebeck l "Wo stehen diese Container?" Mit dieser Frage richtet sich Pretziens Bürgermeister Gundhelm Franke an die Volksstimme. Damit reagiert er auf den Artikel vom 24. Oktober, in dem es darum geht, dass manche Salzländer die kostenfreie Grünschnittabfuhr des Kreiswirtschaftsbetriebes missbrauchen. Hintergrund ist, dass der kreiseigene Betrieb im Oktober und November jährlich die Möglichkeit einräumt, kostenfrei Grünschnitt zu entsorgen. Dafür gibt es rund 60 Container, die in den Kommunen stehen.

"Obwohl sich der Ortschaftsrat Pretzien schon seit Jahren um das Aufstellen eines solchen Containers bemüht, gibt es im Ort keinen", kritisiert Gundhelm Franke.

Mit diesem Problem hat sich die Volksstimme an Ralf Felgenträger, Leiter des Kreiswirtschaftsbetriebes, gewendet. Er informiert, dass Container des kreiseigenen Betriebes in der Regel von den Gemeinden angefordert werden. "Im Rahmen unserer Möglichkeiten stellen wir für einen gewissen Zeitraum die Container und holen diese auch ab", sagt Felgenträger. Die Gemeinden wiederum haben dem Betriebsleiter nach für die Befüllung der Container die Verantwortung, weswegen diese in geschlossenen Gelände aufgestellt werden sollen.

Bedeutet das, dass sich andere Kommunen noch zusätzlich melden können? "Zusätzlich ist nicht der korrekte Ausdruck", sagt Felgenträger. Da der Betrieb nicht über ex-tra Container verfüge, sondern diese "im Rahmen unserer Möglichkeiten" aufstelle, sei die Kapazität deren Anzahl in den Monaten Oktober und November begrenzt. Der einfache Grund dafür: "Da die Nachfrage sehr groß ist."

Ein Kubikmeter abgeben

Nichtsdestotrotz können Privatpersonen, in deren Gemeinde kein Grünschnittcontainer des Kreiswirtschaftsbetriebes postiert ist, diesen kostenfrei entsorgen. "Grundsätzlich kann man kostenfrei Grüngut bis ein Kubikmeter an den Wertstoffhöfen in Aschersleben, Bernburg, Schönebeck täglich von 7 bis 17 Uhr abgeben", informiert Ralf Felgenträger weiter.

Alles das, was über einen Kubikmeter hinaus geht, kann in Aschersleben, Bernburg und Schönebeck gebührenpflichtig abgegeben werden. "Ein Kubikmeter entspricht einem Pkw-Kofferraum oder einem einachsigen Pkw-Anhänger", sagt der Betriebsleiter.

Für diejenigen, denen der Weg zum Wertstoffhof nicht machbar ist, bietet der Kreiswirtschaftsbetrieb zudem einen weiteren Dienst an. "Zum anderen holen wir das Grüngut im Oktober und November vor der Haustür ab", sagt Felgenträger. Aber mit dem Wunsch, gebündelt und für die Mitarbeiter transportabel. "Bitte nicht lose Äste gestapelt oder in Form von Laubhaufen", sagt er.

Eine Anmerkung sei in diesem Zusammenhang gestattet: So wirklich kostenlos ist die Annahme nicht, erklärt der Betriebsleiter. Denn: Die Kosten für die (kostenlose) Annahme des Grüngutes in den Gemeinden und an den Wertstoffhöfen, wie aber auch des Grüngutes von öffentlichen Plätzen und Straßen, ist Bestandteil der Abfallentsorgungsgebühr, welche die Bürger entrichten, die im Salzlandkreis wohnhaft sind.