Die Sanierung des Schönebecker Marktbrunnens macht Fortschritte. Noch in diesem Jahr könnte er wieder komplett sein. Spenden für dieses 200000-Euro-Projekt werden trotzdem noch gern angenommen. Ehemalige Abiturienten haben es am Donnerstag vorgemacht.

Schönebeck l Es geht voran. Die Sanierung des Marktbrunnens könnte noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Das sagt Martin Hennig. Er ist der Vorsitzende des Elbufer Fördervereins, der bei diesem Großprojekt den Hut auf hat. "Wenn alles gut läuft, wird der Brunnen bis Jahresende in seiner Schönheit auf dem Markt erstrahlen", sagt Henning. Zuversichtlich ist er, weil zwei der vier Figuren rekonstruiert sind. "Die dritte Figur ist zu 70 Prozent und die vierte zu 80 Prozent fertig", berichtet er. In seinen Augen ist das eine beachtliche Leistung. "Denn das ist eine anspruchsvolle Arbeit für den Künstler", sagt Hennig.

Doch nicht nur die Figuren erhalten ihre Erfrischungskur. Auch die Arbeiten am Brunnen selbst haben begonnen. "Nur ist hier der weitere Baufortschritt abhängig von der Witterung", sagt der Vereinschef.

Mit Gewissheit kann der Schönebecker zudem mitteilen: "Auch wenn der Brunnen in diesem Jahr komplett stehen könnte, so wird er definitiv nicht sprudeln." Das liegt an der Brunnentechnik, die ebenfalls eine Generalüberholung benötigt. "Das haben wir erst bei den Sanierungsarbeiten bemerkt", sagt er. Sie sei komplett marode. "Eigentlich gibt es drei Düsen in dem Brunnen, jedoch hat nur noch eine funktioniert", erklärt Hennig.

Deshalb mussten die Vereinsmitglieder spontan die Technik mit in den Sanierungsplan einbauen. "Künftig wird jede Drüse über eine eigene Leitung versorgt", benennt er einen Effekt der Sanierung. Sie kostet natürlich extra Geld. "Es entstehen Mehrkosten von rund 20000 Euro", informiert er. Das bringt den Verein glücklicherweise nicht in Finanznöte.

Kosten durch Spenden und Fördermittel gedeckt

"Die Stadt hat beispielsweise ihren Anteil dementsprechend angepasst", sagt Hennig und er fügt freudig hinzu: "Die Finanzierung des Gesamtprojektes steht." Rund 200000 Euro sind für die Sanierung veranschlagt. Der Großteil wird durch Fördermittel gedeckt. "Der Verein bringt einen Eigenanteil in Höhe von 40000 Euro ein", sagt Hennig, der hierbei allen Spendern dankbar ist.

Persönlich danken kann er am Donnerstagmorgen zwei Spendern. Heidemarie Hennenhöfer und Gerd Stegmann haben dem Verein 100 Euro übergeben. Das Geld stammt nicht von ihnen allein, sondern von 43 Absolventen des Abiturjahrganges 1964 der ehemaligen EOS "Otto Grotewohl". "Bei unserem Klassentreffen haben wir uns entschieden, unserer Schulstadt eine Spende dazulassen", erklärt Gerd Stegmann. Deshalb übergaben die beiden gestern die Summe im Namen ihrer einstigen Mitschüler.

Bei der Gelegenheit informieren sich die Spender über den Baufortschritt. Und Stegmann stellt eine nicht unwichtige Frage: "Was passiert mit den alten Figuren?" Darauf kann Martin Hennig mehr oder weniger nur die Schultern zucken. "Also es gibt die Vorgabe, dass die alten Figuren der Öffentlichkeit zugänglich sein müssen und überdacht stehen sollen", nennt der Vereinschef Vorgaben der Denkmalpflege. Wo die Figuren dann aber genau stehen werden, das ist noch offen.

 

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