Schönebeck l Die Mitglieder der Wasserwehr Stadt Schönebeck haben ihre neue Leitung für die kommenden fünf Jahre gewählt - und haben auf Bewährtes gesetzt. So wird Dirk Lindner weiterhin der Wehr vorstehen, sein Stellvertreter ist Karl-Heinz Herrmann, Schriftführerin ist Stephanie Pfündner. Die 23 anwesenden Mitgliedern sprachen sich am Freitagabend einhellig für sie aus. Dirk Lindner dankte den Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen und betonte, wie wichtig eine starke Wasserwehr ist. "Schon 2002 hatten wir ein sogenanntes Jahrhunderthochwasser. Dass 100 Jahre so schnell vergehen, damit hat keiner gerechnet", sagte er bezugnehmend auf die Flut 2013 und mahnte: "Auch wenn alle Schutzmaßnahmen, die vom Land geplant sind, abgeschlossen sind, können wir nicht davon ausgehen, dass es das letzte Jahrhunderthochwasser ist." So habe man auch 2013 vor der Flut gedacht, der Bereich Wächterhäuser sei sicher und dann sei es nicht so gewesen. Oder das Elbtor. "Es hätte kein Zentimeter Wasser mehr kommen dürfen, dann wäre es über die Schutzwand gelaufen", erinnerte er.

Nebeneffekt der Flut: Die Zahl der Mitglieder in der Wasserwehr ist enorm gestiegen. "Wir haben das Hochwasserjahr mit 18 Leuten beendet. Jetzt sind wir 38", berichtete Dirk Lindner. Dennoch bedauerte er, dass unter den Neuen kaum Schönebecker aus dem Hochwasser-Gefahrenbereich seien. Es wäre schön, wenn aus diesen Gebieten noch Mitstreiter hinzukämen.

Für das kommende Jahr liegt das Augenmerk schon jetzt auf zwei Vorhaben: Zum einen ist geplant, dass sich im ersten Quartale eine weitere Einsatzgruppe in Plötzky gründet. Damit würde die Wasserwehr vier Gruppen zählen: Schönebeck, Ranies, Pretzien und dann Plötzky. Zum anderen soll es anlässlich zehn Jahre Wasserwehr Schönebeck am 12. Juli einen Tag der offenen Tür geben. "Über Helfer und Sponsoren freuen wir uns", sagte Dirk Lindner und dankte in diesem Zusammenhang allen Sponsoren, die die Wehr bis dato so großzügig unterstützt haben.