Volles Haus und ausgezeichnete Stimmung - in Großmühlingen haben die Mitglieder der Volkssolidarität jetzt Karneval gefeiert. Mit dabei auch Mitglieder aus den anderen Vereinen des Bördelandortes.

Großmühlingen l Das Bild wiederholt sich an diesem Nachmittag hunderte Male: Heike Gillich, dezent verkleidet mit einem schillernden Haarreif, verschwindet fast ganz hinter der großen Theke des Saals im Großmühlinger "Weißen Haus". Ein Moment nur. Dann taucht sie wieder auf, Gläser mit Bowle in der Hand. Die Vorsitzende der Volkssolidaritäts-Ortsgruppe kümmert sich gemeinsam mit den sieben anderen Frauen des Vorstandes darum, dass der Karnevalsnachmittag für die Gäste keinerlei Wünsche übrig lässt.

Gerade serviert Heike Gillich das Getränk am Tisch des Großmühlinger Kirchbauvereins. "Wir sind gern hergekommen", sagt Ingrid Baumgarten vom Kirchbauverein. "Die Stimmung ist ausgezeichnet und wir verbringen im Kreis vieler Bekannter gemütliche Stunden." Der Volkssolidaritätsvorstand setzt auf Gemeinschaft. Deshalb werden auch die Ehrenamtlichen aus den anderen Vereinen Großmühlingens zu den Veranstaltungen eingeladen, so jüngst zum Herbstfest oder zur Weihnachtsfeier. Gegenbesuche inklusive. Kirchbauverein, Landfrauen, Feuerwehr seien beispielsweise mit im Boot, sagt Heike Gillich."Wir setzen uns alle ein, dass es im Ort Angebote gibt. Da ist es gut, wenn wir unser Zusammensein fördern."

Anlässe gibt es genug. Die Volkssolidarität feiert - im besten Sinn - die Feste, wie sie fallen. Immer unterschiedlich ausgerichtet. An jeweils einem Sonnabend im Monat gibt es ein großes Kaffeetrinken mit Abendbrot für die insgesamt 73 Mitglieder. Zu Weihnachten, zum Pflaumenkuchenmarkt, oder wie jetzt zum Karneval ist der Rahmen größer. Dann werden auch andere Ehrenamtliche und die Ortsgruppen aus den Nachbarorten eingeladen. Zum Fasching jetzt kamen Freunde aus Schönebeck und Eggersdorf. Der Vorstand hat das Fest mit viel Akribie und Ideenreichtum vorbereitet. Jeder hatte Ideen, trug lustige Geschichte vor. So studierten Heike Gillich und ihre Truppe ein Märchen ein. Es ging um Aschenputtel. "Jeder hat eine Rolle übernommen und immer wenn, er an der Reihe war, hinter dem Vorhang aufgetaucht. Das kam bei den Besuchern gut an." Und steckte an. Immer wieder stand jemand aus den Reihen der Besucher auf, trat an das Mikrophon und gab einen Lacher zum Besten. "Wenn es so läuft und die Feier eine eigene Dynamik entwickelt, dann ist das der beste Dank, den man für die Mühen der Vorbereitung bekommen kann", sagt Heike Gillich und freut sich über die Resonanz.

Heike Gillich sagt, dass das ehrenamtliche Engagement des Vorstandes und vieler Helfer auch gelingt, weil es in Großmühlingen getragen wird. Denn Oltman Tonkens, Geschäftsführer der Landboden GmbH, stellt den Saal des "Weißen Hauses" an der Kleinen Gänseweide regelmäßig kostenfrei zur Verfügung. Von dieser Hilfe profitieren auch die Landfrauen. Anett Hoffmann und Nadine Beschke waren als "Abordnung da", sicherlich mit die Jüngsten im Saal. "Es ist schön, dass das Miteinander der Generationen so gut funktioniert", sagt Anett Hoffmann.

 

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