Förderstedt (fri) Die Stadtwerke Staßfurt planen eine große Investition in Förderstedt. Direkt neben das bestehende Umspannwerk des Netzbetreibers 50Hertz wollen die Stadtwerke ein eigenes Umspannwerk bauen lassen. "Das Projekt wird fünf bis sechs Millionen Euro kosten", so Doris Eckstein, Geschäftsführerin der Stadtwerke. Ein Planungsbüro wurde bereits beauftragt. Pläne werden entworfen. "Demnächst wird das Planungsbüro die einzelnen Leistungen ausschreiben", so Doris Eckstein weiter. Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung, die ergeben hat, dass sich der Neubau lohnt, wurde bereits durchgeführt. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat die Investition abgesegnet. Hintergrund des Neubaus ist die jetzige Abhängigkeit vom Strom- und Gasnetzbetreiber E.ON Avacon. Dieser ist zwischen Hochspannungsnetzbetreiber und Stadtwerken geschaltet. Messungen und Steuerungen bei Ausfällen müssen über die E.ON Avacon von Salzgitter aus vorgenommen werden. "Wenn wir ein eigenes Umspannwerk haben, können wir selbst schalten und walten, dass heißt unsere Techniker können bei Problemen selbst eingreifen", sagt Doris Eckstein. "Wir verfolgen damit das Ziel, dass unsere Leistungen für unsere Kunden billiger werden", erklärt Doris Eckstein. Die Stadtwerke werden sich dann direkt an das bestehende Umspannwerk "anklemmen", so fällt der Mittler E.ON Avacon weg. "Wir rechnen damit, dass sich das schon ab 2016 für unsere Kunden rentiert." 2016 soll das Umspannwerk fertig sein und in Betrieb gehen. Ende dieses Jahres sollen die Bauarbeiten beginnen. Vom neuen Umspannwerk in Förderstedt aus soll ein Erdkabel nach Staßfurt verlegt werden. Von dort aus wird der Strom über die bestehenden Masten an Haushalte und Großkunden verteilt. Je nachdem wie die Grundstücksverhandlungen verlaufen, wird das Kabel westlich oder östlich an Förderstedt vorbeiführen.