Die Buswendeschleife zwischen Lerchenfeld-Sekundarschule und Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium nimmt konkrete Formen an. Noch in diesem Jahr soll das 800.000 Euro teure Vorhaben umgesetzt werden.

Schönebeck l Die Hoffnung ist groß bei Tilo Wechselberger, Fachdienstleiter Kreis- und Wirtschaftsentwicklung. Die Rede ist von der Hoffnung, dass noch in diesem Jahr der Bau eines wichtigen Projektes beginnt. Nämlich der Schnittstelle Süd. Seit Jahren schon ist das Thema in aller Munde. Verzögerungen gab es aus verschiedenen Gründen. Doch nun soll alles in Sack und Tüten sein.

"Es fehlt nur die Freigabe durch das Schnittstellenprogramm des Landes", sagt Tilo Wechselberger. Das sei ein formaler Akt, der noch in diesem Frühjahr passieren soll, so die Informationen des Fachdienstleiters. Damit wird Folgendes in Schönebeck umgesetzt: In der Nähe des S-Bahn-Haltepunktes Schönebeck-Süd, ganz am Ende der Moskauer Straße, Ecke Berliner Straße, soll eine Buswendeschleife entstehen. Sie soll den bequemen Übergang "Fußgänger-Bus-Bahn" ermöglichen, einen einladenden öffentlichen Personennahverkehr bieten.

Beteiligt an dem Projekt sind die Stadt Schönebeck, der Salzlandkreis und die Nahverkehrsservicegesellschaft (Nasa) des Landes Sachsen-Anhalt. Sie teilen die Kosten untereinander auf. Wobei der Löwenanteil, 80 Prozent, von der Nasa getragen wird. Die restlichen 20 Prozent teilen sich Landkreis und Stadt auf.

"Damit werden die Bahnhaltepunkte in Schönebeck besser miteinander verknüpft", schätzt Tilo Wechselberger ein. Zu Beginn der Bauarbeiten wird direkt ein Schandfleck aus der Elbestadt entfernt - die ehemalige Musikschule. Das Gebäude, das dem Landkreis gehört, steht seit Jahren leer.

Abriss der Musikschule und Neubau Parkplätze

"Ansonsten könnten wir es verkaufen oder auf unsere Kosten abreißen", sagt Tilo Wechselberger. Beide Alternativen sagen ihm nicht zu. Deshalb freut er sich, dass durch die Schnittstelle Süd schließlich eine Lösung gefunden ist.

Bestehen bleibt hingegen die Turnhalle. Nur der Parkplatz vor der Halle muss der Buswendeschleife weichen. "Es sind aber Ersatzparkplätze eingeplant", sagt der Kreis-Wirtschaftsförderer.

Vermutlich werden sich die Bauarbeiten bis in das Jahr 2017 hineinziehen. Die Kosten betragen insgesamt mehr als 800.000 Euro