Wer bei Schnee und Glätte morgens in der Früh zum Flugplatz Cochstedt möchte, hat Probleme, weil die Zufahrtsstraße nicht geräumt ist, sagt Volksstimme-Leser Falk Kahmann. Die Redaktion hat beim zuständigen Kreiswirtschaftsbetrieb nachgefragt.

Cochstedt l Im Moment stimmt die milde Witterung Falk Kahmann aus Schneidlingen sorgenfrei, wenn es darum geht, morgens mit dem Pkw zur Arbeit zu kommen. Ein plötzlicher Kälteeinbruch würde das ändern. Kahmann, der bei einer auf dem Airport angesiedelten Firma tätig ist, berichtete, dass es erst kürzlich wieder, vor knapp drei Wochen, Probleme gab. "Frühmorgens ist hier vom Winterdienst nichts zu sehen", ärgert er sich. Er berichtet davon, dass der Arbeitsweg zum Airport morgens bei Schnee katastrophal ist, weil die Fahrbahn wegen der dicken Schneedecke kaum passierbar ist, ohne dass die Fahrzeuge stecken bleiben. Und das sei nicht nur in diesem Jahr so.

"In den vergangenen Jahren war es an einigen Tagen sogar so, dass wir verbotenerweise unsere Arbeitsstellen aufsuchen mussten, da beide Zufahrten zum Flugplatz, und damit meine ich die Zufahrt von der B180 sowie die Zufahrt von der K1358, einfach mal mit Durchfahrtsverbotsschildern und Baken zugestellt wurden, anstatt die Straße zu beräumen", berichtet Kahmann. Erst ein Anruf bei der Straßenwirtschaft habe die gewünschte geräumte Straße eingebracht.

"Frühmorgens ist hier vom Winterdienst nichts zu sehen."

Kahmann ist verärgert, auch weil er nicht allein betroffen ist. Er nennt Mitarbeiter - rund 50 Leute - die wie er bei der Firma beschäftigt sind. Den Angestellten des Airports gehe es sicher ähnlich, schätzt er und weiß, dass auf dem Gelände sogar Leute wohnen. "Ich denke, ich spreche hier auch im Namen der anderen auf dem Flugplatz Beschäftigten und der hier wohnenden Menschen", sagt Kahmann und hofft auf das Handeln der Straßenwacht. Beim zuständigen Kreiswirtschaftsbetrieb ist das Problem aber nicht bekannt. Betriebsleiter Ralf Felgenträger erklärte, dass seine Mitarbeiter gehalten sind, die zu befahrenden Strecken zeitlich auf ihren Arbeitsbögen zu erfassen. "Auf Grund der Tourenplanung wurde die Kreisstraße um den Flugplatz Cochstedt in der Regel das erste Mal zwischen 4 und 6 Uhr abgefahren. An manchen Tagen sogar dreimal in 24 Stunden."

Mit dieser Aussage kann Kahmann sich nicht einverstanden erklären. Er verweist auf Schneeverwehungen und eine Fahrbahn, die gegen 7 Uhr, wenn er zur Arbeit will, kaum passierbar ist, weil noch niemand da war. Der Bitte des Betriebsleiters folgend nennt er Mittwoch, den 22. Januar, als Beispieltag für Probleme. Dazu Felgenträger: "An diesem Tag waren wir auf der K1358 von 5.04 bis 8.10 Uhr und von 11.35 bis 12.50 Uhr sowie von 23.19 bis 1.15 Uhr unterwegs. Es kann natürlich bei der Streckenlänge sein, dass wir um sieben noch nicht genau an diesem Abschnitt der hier zur Rede stehenden Strecke vorbeigekommen sind. Aber (in den genannten Zeiträumen) sind wir unter Garantie auch am Flugplatz gewesen."

Vorschlag: "Schneezäune würden schon reichen."

Falk Kahmann merkt trotzdem an: "Jeder Bürger hat dafür Sorge zu tragen, dass die Zufahrt zu seinem Grundstück, dem Eingang zum Wohnblock, oder was auch immer für Rettungsfahrzeuge frei ist. Heißt dass in diesem Fall, dass die Bewohner des Wohnblocks die Straße selbst räumen müssen?", fragt er sich und nennt einen ersten Schritt auf dem Lösungsweg: "Schneefangzäune würden schon reichen, um eine vollständige Verwehung der Straße zu vermeiden. Damit wäre vielleicht schon die halbe Miete drin."