Einen zusätzlichen Rettungswagen gibt es seit Ende Januar in der Rettungswache der Johanniter in Egeln. Jetzt wurde das Fahrzeug, das sich mittlerweile schon bezahlt gemacht hat, auch der Öffentlichkeit vorgestellt.

Egeln l 163 PS stark, ausgestattet mit der neuesten Technik. So präsentiert sich der neue Rettungswagen beim Johanniter-Rettungsdienst an der Worthstraße in Egeln. Seit Jahresbeginn gehört dieser Mercedes zusätzlich zur Wache und kommt bei medizinischen Notfällen in der Region von Etgersleben bis Groß Börnecke und Hakeborn bis Borne zum Einsatz. "Die Erweiterung um diesen zweiten Rettungswagen war notwendig geworden, da die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist - das heißt die Zeit von Notrufeingang bis zum Eintreffen des Rettungswagens am Notfallort - nicht in allen Fällen in den geforderten zwölf Minuten eingehalten werden konnte", erklärte Martina von Witten vom Regionalvorstand Magdeburg/Börde/Harz der Johanniter, als sie sich in dieser Woche vor Ort das zusätzliche Fahrzeug anschaute. "Der Salzlandkreis als Träger des Rettungsdienstes beauftragte die Johanniter-Unfall-Hilfe mit der Umsetzung der Erweiterung", ergänzte Jan Roschkowski, Sachgebietsleiter Rettungsdienst des Salzlandkreises.

Fahrzeug ist mit neuester Technik ausgestattet

Drei zusätzliche Rettungsassistenten und ein Rettungssanitäter leisten nun täglich von 8 bis 18 Uhr gemeinsam mit den Kollegen des ständig besetzten Rettungswagens in Egeln ihren anspruchsvollen Dienst am Menschen. Rettungswachenleiter Hendrik Goericke gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er von dem neuen Fahrzeug spricht. "Hier wurde wirklich Technik auf dem neuesten Stand eingebaut. Allein das EKG-Gerät ist mehrere tausend Euro wert", erklärt er.

Hinter Schubfächern und Klappen sind alle wichtigen Gerätschaften, Medikamente und Utensilien versteckt. Rund 120 000 Euro kostet das bei einer Schönebecker Firma ausgebaute Spezialfahrzeug. "Die Rettungswagen kommen so nicht vom Werk. Gekauft wird ein ganz normaler Transportwagen, der dann erst umgebaut werden muss. Dazu gehört nicht nur der hintere Bereich, in dem Menschen im Notfall transportiert werden müssen. "Unter anderem wird auch das Dach abgebaut, damit die Rundumleuchten installiert werden können", so Goericke weiter. Und auch die entsprechen schon der neuesten Technik. Die Rettungswagen von heute sind mit LED ausgestattet.

Seit Januar 1991 besteht die Johanniter-Rettungswache nun schon in Egeln. Allein im vergangenen Jahr wurden die Johanniter aus Egeln zu 1141 Notfällen gerufen und legten dabei eine Strecke von über 56 000 Kilometer zurück.