50 Jahre nach dem 1964 erfolgten Abschluss der zehnklassigen Polytechnischen Oberschule "Karl Marx" in Güsten trafen sich am Wochenende die ehemaligen Schüler zu einem Klassentreffen im Saal der Gaststätte Brauner Hirsch wieder.

Güsten l "Es ist kaum zu glauben, aber vor 50 Jahren haben wir die Karl-Marx-Oberschule hier in Güsten mit dem Abschlusszeugnis der zehnklassigen allgemeinbildenden Oberschule in der Hand verlassen. Jeder hat sich auf die Berufsausbildung orientiert und seinen weiteren Weg gefunden", sagte Karla Wackernagel aus Staßfurt bei der Begrüßung ihrer ehemaligen Mitschüler. Von den einst 74 Schülern aus drei Klassen waren am Sonnabend 36 nach Güsten gekommen. Die weiteste Anreise hatte Dieter Kanna aus München. Andere Mitschüler, die am Treffen teilnahmen, hat es nach Meiningen, Hoyerswerda, Oberwiesenthal, Wuppertal, Brandenburg, Chemnitz, Zeitz, Berlin verschlagen.

Ehe man sich auf das erste Klassentreffen verständigt hatte, habe es etwas gedauert, sagte Karla Wackernagel. Viele Recherchen waren erforderlich, um alle ausfindig zu machen. "Wir haben es geschafft", sagte Karla Wackernagel erleichtert. Die ehemalige Mitarbeiterin der Salzlandsparkasse traf sich am 19. Mai 2001 zum ersten Mal mit ihren einstigen Klassenkameraden im Güstener "Klubhaus der Eisenbahner". Aus allen drei Klassen mit 74 Frauen und Männern waren damals 51 der Einladung gefolgt. Von allen Teilnehmern wurde der Wunsch auf weitere Treffen geäußert. Deshalb gab es bereits drei Jahre später - am 15. Mai 2004 - ein weiteres Wiedersehen mit 43 Personen und die dritte Zusammenkunft erfolgte am 31. Mai 2008 mit 28 Teilnehmern. "Immer dabei war unser Thomas Reinelt, vielen bekannt als Raffel", erinnert sich Karla Wackernagel und fügte hinzu: "Leider ist er vor einigen Wochen verstorben." Zu seinem Gedenken erhoben sich alle von den Plätzen. Andere mussten kurzfristig krankheitsbedingt absagen. Obwohl sie sich in den vergangenen 50 Jahren nicht aus den Augen verloren hatten, hatten sich die einstigen Schüler immer noch eine ganze Menge zu erzählen. Viele Gespräche begannen an diesem Tag mit den Worten: "Weißt du noch...?"

Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken ließen sich die Teilnehmer in der örtlichen Heimatstube von Joachim Rosenthal die Entwicklung der Stadt Güsten vorstellen, bevor es dann wieder hieß: "Bis zum nächsten Mal in fünf oder zehn Jahren."