Hecklingen. Der Bürgermeister der Stadt Hecklingen Hans- Rüdiger Kosche (CDU) hat sich für eine mögliche Fortsetzung der Bürgerarbeit über das vierte Förderjahr hinaus ausgesprochen, gibt aber zu bedenken, dass die Stadt sich aufgrund ihrer prekären finanziellen Lage nicht an der Finanzierung der Beschäftigungsmaßnahme beteiligen kann. Im Moment läuft das Modellprojekt ohne Zuschuss der Kommune. Das Land hatte allein im vergangenen Jahr Förderbescheide über insgesamt rund 340 000 Euro überreicht.

So konnten Bürgerarbeiter seit 2007 gewachsene Projekte im Ort fortführen. Sie sind in gemeinnützigen Bereichen tätig etwa in Vereinen, der Kirche, im außerschulischen Bereich oder bei der Seniorenbetreuung, im Sport sowie der Landschaftspflege. Bürgerarbeiter kümmern sich außerdem um den Betrieb der Hecklinger Tafel.

Ende Juni läuft das Modellprojekt Bürgerarbeit nach vier Jahren aus. Für den neu gegründeten kommunalen Eigenbetrieb "Jobcenter Salzlandkreis" wäre eine Verlängerung durchaus vorstellbar. Voraussetzung sei aber eine "Co-Finanzierung des Landes", sagte Jobcenter-Chefin Edith Völksch. Zudem machte sie deutlich, dass die Maßnahmen im Vorfeld auf den Prüfstand müssen.

In Hecklingen ist die Fortsetzung für Rathauschef Kosche nur ohne den Griff in den städtische Geldbeutel vorstellbar. Eine monatliche Zuzahlung wäre nicht möglich, da es sich um eine "freiwillige Aufgabe" handle und sich die Stadt diese Ausgabe nicht leisten könne, da sie sich in der Haushaltskonsolidierung befinde. "Ich hoffe auf eine Fortführung, die vorsieht, dass wir uns mit eigenen Leistungen nicht beteiligen müssen", erklärte er, dass die Kommune von den Aufsichtsbehörden angehalten ist, Kosten zu sparen und Einnahmepotenziale auszuschöpfen. Kosche setzt seine Hoffnungen nun auf eine weitere Unterstützung der Maßnahme durch das Land. Anderenfalls müssten Sponsoren für die Projekte der Bürgerarbeit gefunden werden.