Der Busbahnhof in Egeln ist dem Stadtrat schon lange ein Dorn im Auge. Um den schlechten Zustand abzustellen, ist ein grundhafter Ausbau notwendig. Um diesen realisieren zu können, sollen nun Fördermittel beantragt werden.

Egeln l Tiefe Schlaglöcher und Stolperfallen - der Busbahnhof in Egeln ist in einem schlechten Zustand. Eine Sanierung war einst Bestand des Stadtsanierungsprogramms, dieses Förderprogramm wurde aber seitens des Bundes beendet. "Es ist aber möglich, dass nach dem Entflechtungsgesetz eine Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) möglich ist", erklärte Reinhard Luckner, Bürgermeister der Stadt Egeln, während der Sitzung des Stadtrates in der vergangenen Woche, bei der der grundhafte Ausbau des Busbahnhofes Thema war. Landkreise erhalten jährliche Zuwendungen vom Land und verteilen die Mittel eigenverantwortlich auf die Kommunen und Verkehrsunternehmen. Es sei eine Förderung von bis zu 70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben möglich.

Der Bauausschuss der Stadt Egeln hat sich bereits Ende März einstimmig dafür ausgesprochen, einen Förderantrag beim Landkreis zu stellen. Dazu ist jedoch eine Vorplanung und eine Kostenschätzung eines Ingenieurbüros erforderlich, um zunächst einen groben Kostenrahmen angeben zu können. "Daher müssen wir ein Ingenieurbüro mit der Planung beauftragen. Die weiteren Leistungsphasen sind abhängig von der Fördermittelbewilligung", erklärte der Bürgermeister weiter und bat um Abstimmung. Die Stadtratsmitglieder stimmten für die Vergabe an ein Bauplanungsbüro aus Wolmirsleben.

Man müsse nun abwarten, wie über den Fördermittelantrag entschieden wird. Mit einer Realisierung der Baumaßnahme Busbahnhof ist allerdings erst 2017 zu rechnen, um auch entsprechende Eigenmittel der Stadt langfristig einzuplanen.