Cochstedt l Das Glück steht Martin Wolter ins Gesicht geschrieben. Als seine kleine einjährige Enkeltochter mit dem roten Mäntelchen ihn angrinst, als er sie auf den Arm nehmen kann, ist nicht zu übersehen, wie sehr der Cochstedter sich darüber freut. Eine nettere Begleitung zum diesjährigen Familientag auf dem Sportplatz des Hakelortes hätte er sich nicht vorstellen können.

Auch Tochter Caroline freut sich, dabei zu sein. Am Nachmittag ist sie zusammen mit der Jüngsten gerade auf den Sportplatz gekommen. Trotz Regens. Vielen anderen Cochstedtern konnte die Witterung ebenfalls nichts anhaben. Zusammen feierten sie unterm großen Schleppdach am Sportplatz ausgelassen mit. Im Trockenen spielte nicht nur der Spielmannszug der freiwilligen Feuerwehr auf, während es sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen gemütlich machten.

Auch die Tanzgruppe des Karnevalvereins sorgte mit einem Käfertanz zu flotten Rhythmen für Stimmung und musste sogar eine Zugabe geben. Damit hatte der Familientag am Nachmittag seinen Höhepunkt erreicht. Das Fest hat mittlerweile Tradition.

"Die Idee dazu ist vor ein paar Jahren geboren worden", erinnert Cheforganisator Wolfgang Weißbart an die Anfänge. Er weiß, dass es damals darum ging, wieder etwas am 1. Mai für die Cochstedter auf die Beine zu stellen. So war beim Sportverein 1930 e.V. die Idee geboren, einen Familientag aus der Taufe zu heben.

"Die Idee dazu ist vor ein paar Jahren geboren worden."

Die Idee hat sich bewährt. Mittlerweile haben sich die Karnevalisten und Feuerwehr zum Team der Organisatoren dazu gesellt. Gemeinsam packen alle mit an. "Die Sportfrauen backen Kuchen. Es wird gegrillt. Es gibt Getränke. Zusammen verbringen wir schöne Stunden." Und sportlich ist das Ganze gleichfalls noch. Denn vormittags laufen auf dem Sportplatz die Kicker des Vereins zur Höchstform auf. So auch in diesem Jahr. Gegen Bernburg legten sich die Cochstedter ins Zeug. Zu diesem Zeitpunkt schien noch die Sonne. Aber auch später aufziehende Wolken ließen keinen Verdruss aufkommen. Weißbart: "Trotz des schlechten Wetters, sind wir sehr zufrieden."

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