Staßfurt l Die Wohnungs- und Baugesellschaft Staßfurt mbh (Wobau) will aus dem über mehrere Häuser verstreuten Objekt in der Grenzstraße 11 ausziehen. Wohin, das wollte der Aufsichtsrat eigentlich schon Mittwochabend entscheiden. "Er habe sich aber darauf verständigt, den Stadtrat in die Standortwahl mit einzubeziehen", sagt Wobau-Geschäftsführer Dieter Naumann der Volksstimme. Er geht davon aus, dass der entsprechende Umzugsbeschluss in 14 Tagen gefasst wird.

"Pläne für einen Umzug in neue, konzentrierte Büros gibt es bereits seit 2006", sagt der Geschäftsführer. In diesem Zusammenhang erinnert Naumann an den Architektenwettbewerb für den vor Jahren geplanten Bau eines Hauses am Stadtsee. In dieses Objekt sollte die städtische Wohnungsbaugesellschaft damals ursprünglich einziehen. "Diese Maßnahme wurde immer wieder verschoben und verändert bis es hieß, nun baut man dort Stadtvillen", sagt der Wobau-Geschäftsführer.

Im Restrukturierungskonzept für die Wohnungs- und Baugesellschaft ist eine Büroveränderung, gegebenenfalls zur Miete, unabhängig von der Stadtseebebauung enthalten und vom Stadtrat beschlossen. Naumann: "Ziel ist, bei verringerter Belegschaft auch die Kosten für die Büros zu senken und die internen Wege zu verkürzen. Konsequenz für die Mieter soll sein, dass eine schnellere Bearbeitung ihrer Anliegen aufgrund kurzer Wege bei guter Erreichbarkeit möglich sein soll."

Es gebe bereits mehrere untersuchte Varianten zur Auswahl. Um welche es sich dabei handelt und wann mit dem Umzug zu rechnen ist, will Naumann noch nicht sagen. Grund: Fehlende Beschlüsse des Aufsichtsrates und daher noch nicht unterschriebene Verträge.

Mit dem Auszug des Unternehmens verlieren auch die Linken ihre Büros, die sowohl von der Kreistagsfraktion und von der Staßfurter Stadtratsfraktion sowie vom Ortsverband genutzt wurden. Dort fanden auch die Beratungen für Hartz-IV-Empfänger durch das Aktionsbündnis für soziale Gerechtigkeit statt. "Die Baracke werden wir abbauen", kündigt der Wobau-Geschäftsführer an. Zugleich versicherte er: "Für die Linken finden wir eine Lösung." Das gleiche gelte für die auf dem Wobau-Gelände ansässige Firma Primacom.