Die Westeregelner freiwillige Feuerwehr lud die Bürger zum Tag der offenen Tür. Ohne Hintergedanken sollten die Bürger am und im Gerätehaus feiern. Die Rechnung ging für die Blauröcke auf. Die Bürger schauten gern bei den Kameraden vorbei.

Westeregeln l Schon zum dritten Tag der offenen Tür luden die Westeregelner Feuerwehrleute die Bürger am Sonnabend ein. Im vergangenen Jahr gab es wegen des Hochwassers eine unfreiwillige Pause. In diesem Jahr wollten die Kameraden allerdings wieder einen Tag mit den Einwohnern verbringen.

Dabei ging es den Kameraden weniger darum, die Bürger von einer Mitarbeit zu überzeugen, sagte Christopher Patela. Der Vize-Wehrleiter sieht dafür nicht den richtigen Anlass. Die Feuerwehr verstehe sich neben ihrer gesetzlichen Aufgabe als Brandschützer als kulturelle Institution.

Nur rund drei Wochen benötigten die Feuerwehrleute für die Vorbereitung des Festes. Das reichte, um die Aufgaben für den ganzen Tag zu verteilen, schildert der Vize-Wehrleiter. In der Westeregelner Feuerwehr engagieren sich die Kameraden vor allem für die Ausbildung und Bindung des Nachwuchses. Mädchen und Jungen können je nach Alter in der Kinder- oder der Jugendfeuerwehr mitarbeiten. Da Kinder nichts schlimmer empfinden als Routine, schalten die Kinder- und Jugendbetreuer regelmäßig besondere Ausbildungsdienste zwischen die regulären Dienstversammlungen. Hier findet sich dann auch mal die Zeit, die Einsatztechnik für Übungsaufgaben zu nutzen.

Mit einem Löschgruppenfahrzeug sowie einem älteren Tanklöschfahrzeug aus DDR-Produktion und einem Kleinbus ist die Westeregelner Truppe ausgerüstet. Für die Kinder fuhren die beiden großen Löschfahrzeuge am Sonnabend mit den Kindern an Bord durch den Ort. Lange Schlangen bildeten sich vor dem Gerätehaus an der Abfahrstelle. Die Kinder wollten alle mal mit einem der Autos durch den Ort fahren.

Die Kinderfeuerwehr stellte am Nachmittag ihren Song vor. Die Egelner Linedancer brachten anschließend Schwung auf die Straße und nahmen neben Christopher Patela auch Bürgermeister Andre Kulak gern in ihre Reihen für einen Tanz auf.

Brenzlig wurde es am Nachmittag dann, als die Jugendfeuerwehr demonstrierte, dass sie auch schon wie die erwachsenen Feuerwehrmitglieder arbeiten kann. Einen brennenden Stoß Holzpaletten galt es zu löschen. Um an Löschwasser zu gelangen, mussten sie dafür einen Unterflurhydranten aufbauen, um die Trinkwasserleitung anzuzapfen.

Starke Arme waren am Abend zur Tanzveranstaltung gefragt. Erstmals lobte die Wehr einen Wettbewerb für die erwachsenen Besucher aus. Über eine festgelegte Distanz hatten jeweils fünf Teilnehmer das rund 12,5 Tonnen schwere Löschgruppenfahrzeug zu ziehen. Immerhin 2,5 Tonnen pro Händepaar, zeigte sich Christopher Patela über die Größe der Aufgabe bewusst. Fünf Teams hatten sich für den abendlichen Wettkampf angemeldet. Im direkten Duell setzten sich die Feuerwehrmänner allerdings gegen die Konkurrenz durch. Als faire Gewinner überließen sie den Preis, ein Fass Bier, aber den Zweitplatzierten. Denn den Feuerwehrleuten ging es vor allem um den Spaß bei ihrer Veranstaltung. Den sollten die Besucher haben, meinte der junge Vize-Wehrleiter zur Grundidee der Feuerwehrveranstaltung einmal im Jahr inmitten des Ortes.

 

Bilder