Egeln (thö) l In der zurückliegenden Woche hat sich Egelns Bürgermeister Reinhard Luckner (UWGE) mit der Kreisverwaltung getroffen. Die Schulbehörde hatte zu dem Treffen eingeladen, bestätigt Luckner. Konkret sei es dabei um die Sekundarschule Egeln gegangen. In den kommenden Tagen, so habe die Kreisverwaltung dabei angekündigt, wolle die Schule einen Antrag zur Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule stellen.

Der Vorteil dieser Umwandlung wäre, dass die Schüler in der Gemeinschaftsschule auch einen Abiturschulgang besuchen können. Offen ist allerdings, ob die Schüler das Abitur an der Gemeinschaftsschule ablegen können oder nach der achten Klasse auf ein Gymnasium wechseln müssten.

Die Egelner Lokalpolitik hatte sich zuletzt immer wieder dafür ausgesprochen, dass die Schüler auch in der Egelner Mulde ihr Abitur ablegen können. Das wäre ein gleichwertiger Ersatz für das zur Außenstelle degradierte Gymnasium der Kleinstadt. Für die Umwandlung zur Gemeinschaftsschule arbeitet die Sekundarschule in Egeln bereits mit dem Staßfurter Gymnasium zusammen.

Reinhard Luckner sagt, dass er sich dafür einsetzen wolle, dass die Schüler in Egeln ihr Abitur ablegen können, ohne fahren zu müssen. Er befürchte, dass die jetzt geplante Gemeinschaftsschule dem Staßfurter Gymnasium nur einen Zeitaufschub verschaffen könne, um dort die Kapazitäten auszubauen und später wieder alle Gymnasiasten aufzunehmen, erklärt er. Endgültig sei für ihn die Sache deshalb erst vom Tisch, wenn die Gemeinschaftsschule eine echte Alternative zum Gymnasium werde, erklärt er.

Nach einem Antrag zur Umwandlung als Gemeinschaftsschule müssen sich die Kreistagsmitglieder im zuständigen Fachausschuss mit dem Thema befassen. Außerdem muss der Kreistag das Vorhaben mit einem entsprechenden Beschluss positiv begleiten. Danach entscheidet das Landesschulamt über den Antrag.