Für unveränderte Elternbeiträge für die Kinderbetreuung votierten die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses. Rund 42 Prozent des auf die Kommune entfallenen Defizits müssten die Eltern damit tragen.

Groß Börnecke l Mit dem Auslaufen einer Übergangsregelung in der Kinderbetreuung müssen die Kommunen die Beiträge für die Eltern prüfen. In Hecklingen hat sich Britta Fasel in der Stadtverwaltung mit dem Thema beschäftigt. Zur Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses des Stadtrates erklärte sie ihre Berechnung.

Die muss noch ohne Daten vom Landkreis auskommen, weil der Kreis trotz monatelanger Vorbereitungszeit noch keine Vereinbarungen mit den Trägern der Kindertagesstätte geschlossen hat, erklärte sie. Anhand des ihr vorliegenden Zahlenmaterials habe sie aber trotzdem die Kosten berechnet. Zwei Berechnungsmethoden habe sie dabei angewandt. Dabei habe eine Berechnung die Erhöhung der Elternbeiträge für Krippe und Hort und eine Senkung für den Kindergarten ergeben, sagte sie. Bei einer anderen Berechnungsmethode sei sie zu dem Ergebnis gekommen, dass die bisherigen Elternbeiträge beibehalten werden können. Die Kosten für die Kinderbetreuung zahlen anteilmäßig Land und Landkreis. Das verbleibende Defizit teilen sich dann die Kommune mit den Familien. Dabei dürfen die Eltern aber nicht zu mehr als 50 Prozent der bei der Kommune anfallenden Kosten herangezogen werden, teilte sie mit. Aktuell bezahle Hecklingen rund 58 Prozent des bei der Stadt anfallenden Defizits. Damit liege die Kommune gut, schätzt sie ein.

In den vergangenen Wochen hatte die Stadtverwaltung bereits mit den Kuratorien der Einrichtung gesprochen und die Zahlen vorgestellt. Die Elternvertreter hätten sich alle für die Beibehaltung der bisherigen Beitragssätze ausgesprochen, sagte sie. Ebenso habe der Stadtelternrat plädiert, fügte sie hinzu. Die Abrechnung der Kosten soll auch in Zukunft über die Träger der Einrichtungen laufen.

Die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses teilten den Vorschlag von Verwaltung und Elternräten. Sie plädierten ebenfalls für eine Beibehaltung der bisherigen Beitragssätze. Das letzte Wort in der Angelegenheit hat allerdings der Stadtrat. Auf einer der nächsten Sitzungen wird er die Beiträge beschließen. Gern auch für mehrere Jahre und nicht nur wieder für ein Jahr, wünschen sich unter anderem die Eltern.