40 Jahre Jugendclub Förderstedt - ein Jubiläum, das für die Volksstimme im April Anlass bot, in der Chronik der Einrichtung zu schmökern. Die Jahre 1974 bis 1979 hatten wir beleuchtet. Witzig sind aber auch die folgenden Jahre.

Förderstedt l Kurzer Rückblick ins Jahr 1979: Seit einem Jahr war der Jugendclub in der "Eisenbahn" in Förderstedt, die Leitung hatte unter anderem Michael Mosler und jeden Tag war volles Haus. Verschiedene Bands gaben sich bei den Partys die Klinke in die Hand.

Im Jahr 1980 war die Feier zum Rosenmontag am 18. Februar der erste Höhepunkt: Männer in Bikini und Kittelschürze, Damen in Matrosenanzug und Nachthemd. Die Fotos berichten besser als 1000 Worte von der guten Stimmung. Auch von tollen Konzerten berichtet die Chronik 1980: Bands wie Fabrik, Elefant, Inspiration, Rumpelstilzchen, Paradox oder Kani Co. spielten in der "Eisenbahn".

Was folgte war die Feier zum 1. Mai. Der Chronikschreiber kam nicht umhin aufgrund des Alkoholkonsums beim Umzug von "lauter Fahnenträgern" zu schreiben, der Fanfarenzug war auch mit von der Partie. Zur Arbeit antreten mussten die Jugendlichen dann im Mai in der "Grube Alexander", wo sie 200 Bäume und Sträucher pflanzten. In der Badeanstalt Albertinesee verteilten sie neuen Sand und räumten kaputte Einzelteile. Auch bei der Renovierung des Jugendclubs machten die Jugendlichen alles selbst.

Eine Besonderheit war das Maskottchen des SV Förderstedt - eine echte Ziege. Sie wurde von den Fußballfans des Clubs zu jedem Spiel, auch auswärts, mitgenommen.

Für einen Lacher sorgte die "schnelle Notdienstgruppe" bei der Silvesterfeier 1980 - junge Männer sorgten als Rettungssanitäter verkleidet für Klamauk, bei einem Musiker der Silvesterband rutschte zum neuen Jahr auch gleich die Hose mit.

Eine neue Diskothek aus Förderstedt sorgt in der "Eisenbahn" am Rosenmontag 1981 für Unterhaltung - "Uranus 2000". "Die zwei hinterm Mischpult waren Elke Krüger und Reno Kloos", schreibt der Chronist des Jugendclubs Förderstedt.

Zeitungsartikel berichten 1981 von 200 Gehwegplatten, die die Jugendlichen im Ort verlegt und von zehn Tonnen Müll, die sie aus der örtlichen Müllkippe geborgen hatten.

Am 1. Mai gab es eine Kinderdisko für "die Schüler der untersten Schulklassen", heißt es in der Chronik.

Im Sommer 1981 schreibt der Chronist: "Vier Wochen Urlaub? Was nun?" Die Betreiber der Gaststätte "Zur Eisenbahn" hatten Urlaub, daher öffneten die Jugendlichen den Club einfach selbst, von Freitag bis Sonntag.

Auch mit sportlichen Wettkämpfen ging es 1981 los. Einen Vergleich im Handball lieferten sich die Mannschaft des Jugendclubs und die der Polytechnischen Oberschule Förderstedt, mit Sieg für erstere.

Am 2. Oktober folgte ein Spiel gegen die Jugendlichen vom Club am Friedensring in Staßfurt. Zu diesen entstand offenbar eine Freundschaft, denn Silvester 1981 wurde gemeinsam gefeiert.

   

Bilder