Die Einladung des Stadtteilbüros Staßfurt-Nord und der Volkssolidarität zu einem ersten Staßfurter Vereinsforum ist auf großes Interesse gestoßen. Es wurden jeweils drei Workshops durchgeführt.

Staßfurt l Über die große Zahl der Vereinschefs oder -mitglieder, die Sonnabendfrüh zu der Veranstaltung in die Begegnungsstätte der Volkssolidarität gekommen waren, äußerte sich die Organisatorin Astrid Moukaddam positiv.

Unterstützt wurden sie und ihre Helfer bei der Vorbereitung und Ausrichtung des Forums von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Sachsen-Anhalt, der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und dem Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt.

Wenn alle der rund 200 Vereine der Stadt zwei Leute geschickt hätten, hätte man in das Salzland-Center gehen müssen, sagte Oberbürgermeister René Zok (parteilos) in seinem Grußwort. Er hob das große Engagement der Vereine in der Stadt hervor. Aber das reiche meistens nicht aus. Viele Vorstände würden das Thema Vereinsrecht unterschätzen.

"Einen Verein muss man führen wie eine GmbH."

"Einen Verein muss man führen wie eine GmbH", sagte Zok, der Chef des Löderburger Schützenvereins ist. Die Gemeinnützigkeit könne schnell weg sein, wenn man Falschbuchungen vornehme.

Der Oberbürgermeister dankte deshalb Astrid Moukaddam und der Volkssolidarität, dass sie es mit dem ersten Staßfurter Vereinsforum ermöglicht haben, das Wissen auf den Gebieten Rechtliches, Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern.

Die nicht nur aus Staßfurt stammenden Vereinsmitglieder konnten in neun verschiedenen, parallel laufenden Workshops alles erfahren und erfragen, was zur Vereinsarbeit dazugehört. Die Teilnehmer konnten zwischen drei Workshop-Reihen dieser Themen wählen. Dabei ging es um eine Einführung in das Vereinsrecht mit Rechtsanwältin Saskia Trautewig.

"Ohne Moos nichts los", hieß es in der Runde mit Sandra Luckau vom Internationalen Bund, in der sich alles um die Finanzen drehte.

Die Grundlagen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Vereine sowie die Möglichkeiten, die die sozialen Netzwerke für die Kommunikation mit den Vereinsmitgliedern bieten, erläuterten Oliver Daffy von der Freiwilligenagentur Halle-Saalkreis und mit Uwe Lummitsch von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Sachsen-Anhalt.

Daran nahmen neben dem Oberbürgermeister Stadtratschef Sven Wagner (SPD), der Chef des SPD-Ortsvereins Michael Hauschild, der Vertreter des Stadtseniorenbeirates, Walther Strauß, die Gleichstellungsbeauftrage der Stadt, Christine Fischmann sowie der Vorsitzende einer Neundorfer Gartensparte, Klaus Maaß, und andere Vertreter teil.

"Ein aktives Vereinsleben stellt die Mitglieder und Vorstände oft vor große Herausforderungen, die ohne das entsprechende Handwerkszeug kaum zu bewältigen sind", sagte Astrid Moukaddam im Vorfeld.

Sie und ihre Mitstreiter hatten sich bewusst dafür entschieden, für diese Veranstaltung keine Teilnahmegebühr zu erheben. Dafür baten sie um eine kleinen Obolus für den Erhalt der Begegnungsstätte der Volkssolidarität am Luisenplatz in Staßfurt.