Großes Gedränge herrschte Sonnabendvormittag im Dr. Frank-Gymnasium in Staßfurt. Dort informierten sich zahlreiche Viertklässler mit ihren Eltern über die ausgezeichneten Lernbedingungen an diesem Elite-Bildungsstandort.

Staßfurt l Unter den Gästen waren auch Susanne und Uwe Epperlein aus Hecklingen mit ihren neunjährigen Töchtern Lina und Anna, die jetzt noch die Hecklinger Grundschule besuchen. Aber in wenigen Wochen müssen sie sich entscheiden, welche Bildungslaufbahn sie einschlagen sollen. Da die Mädchen gute Noten haben, hat ihre Lehrerin Marlies Pfaff ihnen das Gymnasium in Staßfurt empfohlen.

Von dem altehrwürdigen Gebäudekomplex, der noch erweitert wird, waren beide Mädchen beeindruckt. "Wir freuen uns auf das Gymnasium", sagte Lina. "Dieses Haus ist ganz toll", äußerte sich Susanne Epperlein, die damals in jungen Jahren hier selbst einmal Schülerin war, über die umfassende Sanierung.

Nach Staßfurt war auch der zehnjährige Immanuel aus Güsten mit seiner Mutter Kathrin gekommen, um am Tag der offenen Tür hinter die Kulissen schauen zu können. Besonders gut gefielen dem Viertklässler das Physik- und das Chemiefachkabinett. "Immanuel besucht in Staßfurt die Karateschule. Da lag es auf der Hand, dass er in Staßfurt auch auf das Gymnasium geht wie die meisten Schüler aus Güsten", sagte die Güstenerin.

Zuvor hatten sie in der bis auf den letzten Platz belegten Aula den Erläuterungen von Schulleiter Steffen Schmidt sowie der Ausführungen von vier Schülerinnen gelauscht, die den Gästen ihre Schule authentisch vorstellten.

Der Tag der offenen Tür, so berichtete Schmidt, werde traditionell Ende Januar durchgeführt, weil die Schullaufbahnentscheidung der Viertklässler anstehe. Damit diese sich mit ihren Eltern umfangreich im Haus informieren können, habe man eine Menge vorbereitet. "Auch die jüngeren Schüler kann man fragen, wie es hier so ist und so läuft", sagte Schmidt.

Über 900 Schüler in 31 Klassen

Von Emelie Compesa, Jasmin Müller, Sophie-Celine Lea und Emely Schütze erfuhren die Gäste, dass an diesem 1904 erbauten Gymnasium über 900 Schüler in 31 Klassen von 54 Lehrern unterrichtet werden. Seit 2014/2015 gehört das Gymnasium Egeln als Außenstelle dazu, seit 2007 ist es eine sportbetonte Schule und seit 2014 eine gebundene Ganztagsschule. Darüber hinaus trägt sie den verpflichtenden Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Nicht unerwähnt ließen die Schülerinnen, dass am Gymnasium fünf Fremdsprachen unterrichtet werden, wobei Englisch Pflichtfach ist. Für die Erledigung der Hausaufgaben gibt es eine Lernwerkstatt.

Zur Erleichterung und Verbesserung des Unterrichts verfügt diese Bildungseinrichtung über vier interaktive Tafeln, mehrere moderne Fachräume, zwei Sporthallen und eine Mensa. Sie zeichnet sich auch durch eine aktive Schülervertretung aus.

Für Abwechslung sorgen solche Arbeitsgemeinschaften wie Mathespezies, Chor, Jugend debattiert, Sport AG (Fußball, Karate...), "Schüler helfen Schülern" und das Schülerradio. Hinzu kommen solche interessanten Ganztagsangebote zum Beispiel für den 5. Jahrgang wie Theaterspiel, Mathefreunde, Gitarrenunterricht, Handball, Naturkunde, Ersthelferausbildung und Volleyball.

 

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