Der Hecklinger Stadtrat hat eine neue Organisationsuntersuchung in der Verwaltung beschlossen. Die letzte Untersuchung liegt zehn Jahre zurück.

Hecklingen l Sind die Arbeitsabläufe in der Hecklinger Stadtverwaltung noch zeitgemäß? Passen die Arbeitsplatzbeschreibungen noch zu den ausgeführten Tätigkeiten? Dauernd ändert sich in der Kommunalverwaltung durch neue Landesgesetze etwas. Zuletzt wurde mit der Doppik ein neues System des Haushaltens eingeführt. Betroffen sind davon nahezu alle Bereiche der öffentlichen Verwaltung.

Damit die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit besser nutzen und die wenigen Mitarbeiter besser eingesetzt werden können, hat Bürgermeister Hans-Rüdiger Kosche (CDU) dem Stadtrat eine Beschlussvorlage für eine neue Strukturuntersuchung vorgelegt. Die Arbeitsabläufe in der Verwaltung sollen effizienter werden, verspricht sich der Behördenchef von dem Ergebnis der Untersuchung. Gleichzeitig könnte eine Organisations- und Strukturuntersuchung auch dazu dienen, noch versteckte Einsparpotenziale aufzudecken.

Sparen muss die Kleinstadt in den kommenden Jahren weiter. Denn die Einnahmen reichen bei weitem nicht aus, die schon geschrumpften Ausgaben zu bestreiten. Ob die Untersuchung noch zu großen Einspareffekten führen kann, muss sich sowieso erst zeigen, wenn das Ergebnis vorliegt. Trotz der klammen Finanzlage in der Kleinstadt könne die Kommune eine Untersuchung in Auftrag geben, heißt es in der Begründung zur Beschlussvorlage. Nach telefonischer Rücksprache mit der Kommunalaufsicht, heißt es in dem Papier, treffe die Kommune eigenverantwortlich die Entscheidung darüber, ob die Aufwendungen für die Untersuchung zu leisten sei.

Der Stadtrat stimmte der Vorlage einstimmig zu. Der Beschluss ermächtigt den Bürgermeister nun, ein unabhängiges Büro mit der Vorbereitung zur Durchführung einer entsprechenden Untersuchung zu beauftragen.

Mit welchem Kostenrahmen die Kommune dabei zu rechnen habe, wurde nicht mitgeteilt. Offenbar gehe es in einem ersten Schritt darum, ein Leistungsverzeichnis für die abzuarbeitenden Schritte in der Untersuchung zu erarbeiten, hieß es.

Das Ergebnis der Untersuchung wird später dem Stadtrat vorgelegt. Die Stadträte können dann auf die Hinweise und Ratschläge der Fachleute mit entsprechenden Beschlüssen reagieren.

Organisationsuntersuchungen sind in der öffentlichen Verwaltung ein oft angewandtes Mittel, um die Arbeitsabläufe zu prüfen. Die Kommunen versuchen damit, die Kosten für die Verwaltung zu optimieren und dem Bürger die Angebote zu unterbreiten, die er besonders häufig nachfragt. Unterm Strich haben alle Beteiligten etwas von der Untersuchung.