Borne will den Straßenbau weiter vorantreiben. Der Mühlenweg ist eine der Straßen in der Gemeinde, die noch nicht grundhaft ausgebaut wurde. Ein Planer stellte sein Ausbaukonzept vor.

Borne l Im September hatte der Gemeinderat Borne den in Borne ansässigen Architekten Christian Boos mit der Planung zum Ausbau des Mühlenweges beauftragt. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stellte der Planer seinen Ausbauvorschlag dem Gemeinderat vor. Dabei, so Boos, sei der geringe Platz das größte Problem. Die nicht sehr breite Straße lasse den Bau von getrenntem Fußweg und Fahrbahn nicht zu. Alle Nutzer müssten sich die Fläche teilen.

Dabei gehöre nicht einmal die gesamte Straßenfläche der Gemeinde, wies Christian Boos vorsorglich hin. Nach seiner Prüfung gehören vor allem die Fußwege oftmals zu den privaten Grundstücken an der Straße.

Um das Problem Fußgänger und Autofahrer zu lösen, sieht der Plan eine Mischfläche vor. Nur optisch werden dabei die Bereiche für die Fußgänger gekennzeichnet. Auf den Einbau von Borden muss dabei verzichtet werden. Denn die Straßenbreite zwinge ihn dazu, schilderte er. Da die Fahrbahn nur vier Meter breit ist, benötige er den rund 1,5 Meter breiten Fußweg auch als Fahrbahn, wenn es zum Begegnungsverkehr zwischen zwei Fahrzeugen kommt.

Ein weiteres Problem stellt für den Architekten die Ableitung des Regenwassers dar. Ein Teil der anliegenden Grundstücke entwässere das eigene Grundstück auf die Straße, hatte er festgestellt. In Zukunft ginge dies nicht mehr. Aber für die Straßenentwässerung müsse die Gemeinde ebenso Vorsorge treffen. Deshalb wolle er eine Regenwasserleitung unter der Straße verlegen, damit der Niederschlag im Untergrund abgeleitet werden kann.

In zwei Bauabschnitten soll sich der Ausbau gliedern, lautete sein Vorschlag. In diesem Jahr soll mit dem Bau des rund 500 Meter langen Stücke begonnen und im kommenden Jahr abgeschlossen werden, lautet der Beschlussvorschlag für den Gemeinderat.

Die Volksvertreter zeigten sich allerdings nicht begeistert davon, dass nur ein Teil des Mühlenweges beplant wurde. Mehrfach hätte der Gemeinderat dem Bauamtsleiter gesagt, dass der gesamte Mühlenweg auszubauen sei, sagte Bürgermeister Dietmar Guschl (FWG). Alles andere mache keinen Sinn, empörte er sich. Er könne auch nicht verstehen, dass der Bauamtsleiter zur Gemeinderatssitzung nicht erschienen sei, sagte er.

Architekt Christian Boos wusste auf die Ausbaupläne des Gemeinderates nicht viel zu antworten. Er kenne die Forderung des Gemeinderates nicht. Ihm sei gesagt worden, diesen Teil der Straße zu beplanen, was er getan habe. Auf Wunsch des Gemeinderates könne er aber auch den weiteren Teil des Mühlenweges für den Ausbau planen, sagte er.

Anschließend soll der Ausbau am ersten Haus vom Ortsrand aus erfolgen, forderte der Gemeinderat anschließend. Dabei hatte die Planung vorgesehen, an der anderen Seite zu beginnen. Die Gemeinderäte haben Sorge, dass bei diesem Ausbaubeginn die bereits ausgebaute Straße bei einem Fortgang der Arbeiten mit schweren Baumaschinen belastet wird. Alles andere mache für ihn keinen Sinn, sagte Guschl und verlangte eine Umplanung der Bauabschnitte entsprechend der Forderung.