Der Landtagsabgeordnete Peter Rotter ist von den Christdemokraten des Altkreises Staßfurt erneut als Spitzenkandidat der Union für die Landtagswahl 2016 im Wahlkreis 17 (Staßfurt) nominiert worden. Der 59-Jährige trat ohne Gegenkandidaten an.

Staßfurt l Obwohl ein Freitag, der 13. immer mit viel Aberglaube verbunden ist, sollte dieser Tag für Peter Rotter äußerst erfolgreich werden. Mit 90 Prozent aller Stimmen erhielt der Atzendorfer einen klaren Auftrag von der CDU-Basis, auch bei den nächsten Landtagswahlen wie bereits 2006 und 2011 das Direktmandat zu erringen. Über das Ergebnis äußerte sich Rotter gestern zufrieden. "Ich bin nicht abergläubig", sagte der CDU-Politiker und fügte hinzu: "Das war ein ganz demokratisches Verfahren. Ich hätte gern eine noch höhere Zustimmung gehabt. Dass es aber immer Kritiker in den eigenen Reihen gibt, ist normal." Er werde sich darum bemühen, diejenigen, die ihn nicht für den richtigen Mann gehalten hätten, vom Gegenteil zu überzeugen, sagte Rotter. Auf seine Ziele für die neue Legislaturperiode angesprochen, sagte der 59-Jährige: "Ich will meine Erfahrungen aus dann zehn Jahren Landtag einsetzen, um die Region Staßfurt weiter voran zu bringen." In Staßfurt gehöre der geplante Neubau einer Dreifeld-Sporthalle dazu. "Da sind wir auf einem ganz guten Weg", sagte Rotter, der sich nach eigenen Angaben mit für dieses für die Stadt und die Handballer wichtige Projekt verwandt hat. "Staßfurt hat, was die Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten anbelangt, noch Luft nach oben", schätzte der CDU-Politiker ein, der auch im Kreistag, im Staßfurter Stadtrat und im Ortschaftsrat Förderstedt mitarbeitet.

Von daher weiß er aus eigener Erfahrung nur zu gut, dass die Kommunalfinanzen für die Städte und Gemeinden des Landes nicht auskömmlich seien und dringend neu organisiert werden müssen. Das will sich Rotter auf die Fahnen schreiben. Aus seiner Sicht muss auch an einigen Stellen des Kinderbetreuungsgesetzes des Landes nachgebessert werden. Zudem seien weitere Verbesserungen für Familien notwendig, sagte der Christdemokrat.

Wenn er wieder in den Landtag kommt, würde er gern weiter im Petitionsausschuss mitarbeiten. Dort komme man intensiver mit den Menschen und ihren Problemen vor Ort zusammen. Ohne den Petitionsausschuss wäre die Ortsdurchfahrt Wolmirsleben wohl nicht so schnell auf Vordermann gebracht worden. Das gleiche gelte für die Probleme mit dem hohen Wasserstand in Glöthe und Förderstedt.

Was die künftige Regierungskonstellation anbelangt, setzt Peter Rotter in erster Linie darauf, dass eine Regierungsbildung an der CDU vorbei nicht möglich wird. Seine Wunschkonstellation wäre die Fortsetzung der Große Koaliton mit der SPD. "Sie hat unser Land vorangebracht." Mit den Sozialdemokraten der Region habe es eine gute Zusammenarbeit gegeben. "Rot-rot oder Rot-rot-grün hingegen hat unser Land nicht verdient", warnte Rotter. Diejenigen, die die SPD wählen, müssten sich deshalb im Klaren darüber sein, dass sie ihre Stimme einem Bündnis der Sozialdemokraten mit den Linken und den Grünen geben.

Zur Nominierung des CDU-Kandidaten für den Wahlkreis 17 hatten sich 30 Christdemokraten aus den Städten Staßfurt und Hecklingen sowie der Egelner Mulde eingefunden Als Gäste konnten Landtagsfrakitionschef André Schröder und die stellvertretende Landes-Vorsitzende, Heike Brehmer, begrüßt werden. Die Leitung oblag CDU-Kreischef Gunnar Schellenberger.