Seit Anfang März brennt es ein bis drei Mal pro Woche im Kerngebiet der Stadt Staßfurt. Die Regelmäßigkeit der Kleinbrände ist auffällig. Für die Feuerwehr liegt die Anzahl der Einsätze aber im normalen Bereich.

Staßfurt l Anfang März begann sich die Häufigkeit der Brände zu steigern: Am Freitag, 6. März, brennt ein Container in der Steinstraße, zwei Tage später gibt es einen Brand am Sonntag, 8. März, an der Salzrinne. Am darauffolgenden Freitag, 13. März, folgt ein Grasnarbenbrand im Schönen Blick und am Sonntag, 15. März, ein mittelschwerer Brand in einem Garten in Neundorf. Dann muss die Wehr wieder ausrücken - am Montag, 16. März, und am Dienstag, 17. März, zwei Mal in die Neundorfer Straße. In der drauffolgenden Woche am Montag, 23. März, gibt es wieder einen Containerbrand, dieses Mal in der August-Bebel-Straße in Staßfurt.

In der drauffolgenden Woche ereignet sich dann wieder am Ostersonntag, 5. April, ein Flächenbrand und am Ostermontag, 6. April, ein Containerbrand. Am Freitag darauf, 10. April, löschen die Kameraden erneut zwei Flächenbrände und am Sonntag, 12. April, brennt eine alte Tonne.

Der Leiter der Ortswehr Staßfurt, Steffen Aermes, sagt über die Häufigkeit der Einsätze: "Ich kann mir nichts dabei denken." Von gezielter Brandstiftung oder gar einem "Feuerteufel" will er nicht sprechen. Es sei zwar richtig, dass Dinge nicht von allein in Brand geraten, aber noch liege die Ortswehr Staßfurt mit der aktuellen Einsatzzahl von 52 im Durchschnitt von 120 Bränden jährlich. Herausrechnen muss man dreizehn Einsätze wegen des Sturms am 31. März.

Unternehmen könne die Feuerwehr kaum etwas. Wenn der Alarm geht, müssen die Kameraden nun einmal ausrücken . "Was soll man da machen?", so Aermes.

Die Flächenbrände können teilweise auch auf die derzeitige Trockenperiode zurückgeführt werden, sagt auch der Stadtwehrleiter Olaf Simon. Da entstehe aus einer weggeworfenen Zigarette schneller mal ein Brand als sonst. Ihm wurden von Seiten der Staßfurter Wehr auch noch keine Auffälligkeiten, was die Brandhäufigkeit betrifft, gemeldet. "120 bis 130 Einsätze pro Jahr, also rund zehn Einsätze pro Monat, sind für die Ortswehr Staßfurt normal", meint Olaf Simon.

Die Stadtwehrleitung würde die Polizei informieren, hätte sie den Verdacht, es handele sich um Brandstiftung. Wenn Container oder Rasenflächen brennen, informiere der Einsatzleiter in der Regel nicht die Polizei. "Ein Feuerteufel setzt eher Gebäude in Brand und man kann innerhalb einer Brandserie eine Steigerung ablesen. Die ist hierbei nicht sichtbar", erklärt Olaf Simon, angesprochen auf die Statistik der Ortswehr Staßfurt. "Bei diesen Kleinbränden sind wohl kokelnde Kinder eher die Ursache", so Simon.