Löderburg/Staßfurt l Der Großteil der Schäden in der Badeanstalt am Löderburger See rührt noch vom Hochwasser im Jahr 2011. Das Hochwasser hatte zu einem Defekt der Pumpen geführt, der ausgerechnet am Gründonnerstag eintrat - aufgrund der freien Tage bis Ostermontag konnte niemand eingreifen. Das Wasser trat so weit über, dass es zu Ausspülungen kam und eine große Schwemmkante entstand. Diese ist bis heute zu sehen. "Das macht Senioren, die nicht mehr gut laufen können, den Zugang zum Strand schwer", sagt der Betreiber des Tourismuszentrums Löderburger See, Michael Schnock, der Volksstimme.

"Auch die Rutsche und der Spielplatz wurden in Mitleidenschaft gezogen", erklärt er. Mittlerweile haben auch zwei der Strandduschen den Geist aufgegeben. Die Versicherung, die über die Stadt als Eigentümerin des Geländes läuft, aber auf den Pächter umgelegt wird, beinhaltet keine Elementarschäden und zahlt daher nicht für die Schäden.

Michael Schnock will nun eine Treppe vom Gehweg oben auf dem Gelände hinunter zum Strand bauen lassen. Dies kostet weniger als die Überschwemmkante komplett beseitigen zu lassen. Die Duschen sollen repariert, einige Teile des Spielplatzes ersetzt und der Sand ausgetauscht werden. Alles in allem sind das Kosten von 17000 Euro.

Michael Schnock hatte die Stadt gebeten, die Maßnahmen zu finanzieren. Denn er ist nur Pächter des Geländes, das der Stadt gehört. "Wenn Sie eine Wohnung mieten und das Fenster kaputtgeht, zahlt ja auch der Vermieter die Reparatur", erklärt Michael Schnock.

In der Diskussion um das Geld für den Löderburger See hatte dies für Missverständnisse gesorgt. Teilweise wurde Schnocks Anliegen so interpretiert, als wolle er einen Zuschuss für sein privat geführtes Gaststättenunternehmen. So berichtete Gerhard Wiest als Vorsitzender des zuständigen Kulturausschusses auf der Stadtratssitzung: "Die Investitionen sind umstritten. Es gibt Bedenken, dass dies Tür und Tor öffnet für weitere Träger privater Maßnahmen, auch um einen Zuschuss zu bitten."

Schnock dagegen betont, dass es allein um die Instandhaltung des Badegeländes geht. "Das Wort Zuschuss war nicht zutreffend", sagt er.

Letztendlich stimmte die Mehrheit der Stadträte bei der jüngsten Sitzung dafür, die 17000 Euro für die Sanierungsarbeiten auszugeben. "Wir sind froh über diese Entscheidung", sagt Michael Schnock. Die Arbeiten müssten demnächst beginnen. Anfang Mai soll die Badesaison am Löderburger See eröffnet werden.