Von René Kiel

Güsten. Angesichts der Tatsache, dass in der Stadt Güsten drei Viertel aller Keller unter Wasser stehen, macht Bürgermeister Helmut Zander (SPD) Druck, dass dieses Problem endlich in Angriff genommen wird. Aus diesem Grund traf er sich gestern Nachmittag mit der Chefin des für die Gräben zweiter Ordnung zuständigen Unterhaltungsverbandes "Untere Bode" Borne, Martina Ritterhaus, in seinem Büro im Rathaus. Sie habe ihm dort versprochen, dass sie sich sofort darum kümmern werde, dass der mit Müll zugeschüttete Graben am ehemaligen Bahnhofsgebäude in Neundorf auf Vordermann gebracht werde, teilte Zander im Anschluss an die Beratung mit.

Wichtig sei auch, dass der sogenannte Millionengraben in Neundorf nicht zu einem Biotop werde. "Da muss unbedingt etwas getan werden. Da lasse ich nicht locker", sagte das Stadtoberhaupt. Denn der Hauptgraben, der von Strummendorf über Neundorf bis nach Güsten führt, sei mit dafür verantwortlich, dass in Güsten die Keller nicht trocken werden.

Zander, der auch SPD-Fraktionschef des Kreistages ist, hatte sich am Dienstagnachmittag auch in der Kreistagssitzung zu diesem Thema Luft gemacht. Er sieht es als Hauptproblem an, dass die jahrelangen kommunalen Erfahrungen mit dem Hoch- oder Grundwasser nicht in das Konzept das Landes einfließen. So sei er zum Beispiel, als er kürzlich an der vom Umweltministerium angesetzten Hochwasserberatung für den Bereich um Güsten teilnehmen wollte, vom Landesverwaltungsamt ausgeschlossen worden, monierte Zander.

Notwendig ist aus Sicht des SPD-Politikers eine bessere Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen. "Wir dürfen es auch nicht zulassen, dass eine Gemeinde der anderen das Wasser zuschiebt", betonte der Bürgermeister.