Staßfurt. "Ein Traum wird wahr" steht an der Pinwand im Flur - neue Pläne für die Erweiterung der Sport- und Karateschule Staßfurt. Abgesehen davon, dass sich das Objekt an der Atzendorfer Straße schon längst sehen lassen kann, seit dem Michel Olschewski 2003 an der ehemaligen CAS-Kantine mit dem Werkeln begann, hat der Karatetrainer und Schulleiter noch einiges vor.

"Aber wenn ich nicht mehr wollte, wäre ich am Ende meiner Entwicklung"

"Ich will nicht sagen, ich bin unzufrieden. Aber wenn ich nicht mehr erreichen wollte, wäre ich am Ende meiner Entwicklung", erklärt der 32-jährige Karatetrainer und Chef der Schule.

In absehbarer Zeit sollen nun noch eine zweite Sporthalle, Sauna, Tartanplatz, eine Freifläche mit viel Grün und Parkplätze auf dem Grundstück zwischen der Atzendorfer Straße und den Bahngleisen entstehen.

Für die zweite Halle ist der junge Mann dabei, Kostenvoranschläge einzuholen. 300 Quadratmeter Sportfläche sollen das noch einmal werden in der ehemaligen CAS-Großküche. Dazu hat Michel Olschewski den Landessportbund und Sponsoren um Unterstützung gebeten. "Wenn die kommt, kann es schnell gehen mit der Umsetzung", so der Vereinschef von mittlerweile 180 Mitgliedern und vier aktiven Übungsleitern. Das zehnte Jahr des Bestehens der Sport- und Karateschule 2013 nennt Michel als Ziel der Realisierung.

Die neue Halle würde dann auch anderen Vereinen, Sport- oder Tanzgruppen zur Verfügung gestellt werden können. Auch wenn sich die Kinder im Karatekurs befinden, könnten sich deren Eltern bei Gymnastik oder Aerobic nebenan schaffen.

Neben den großen baulichen Plänen arbeitet Michel Olschewski unterdessen gemeinsam mit dem Landkreis an einem neuen Projekt für Kindertagesstätten und Grundschulen. Ähnlich der Selbstbehauptungskurse für Frauen (Volksstimme berichtete) soll das nun auch Kindern im Vorschulalter und Grundschülern angeboten werden. Die ersten Schnupperkurse gab es bereits in der Grundschule Hecklingen und in der Staßfurter Goetheschule (weitere Anmeldungen über den Salzlandkreis, Amt 40, Tel. 034 73/92 03 11). Die Kurse gehen über zehn Stunden. "Eltern werden dabei mit einem Infoabend einbezogen, damit sie mit ihren Kindern auch über die Problematik - beispielsweise nicht mit Fremden mitzugehen - reden können", erklärt der Familienvater. Die Nachfrage steige auf jeden Fall.

Ein zweites Nahziel sei noch der Aufbau einer "Zwergengruppe". Eltern, deren "Große" sich in Karate üben, möchten vielleicht auch ihre Jüngsten beschäftigen. "Karate wäre für Dreijährige noch zu früh. Damit beginnen wir erst im Alter von fünf Jahren", so Michel Olschewski. "Spiel und Spaß sollen derweil beim Sport mit den ,Zwergen\' im Vordergrund stehen."

Und selbst Mitglieder der Wohnungsbaugenossenschaft Staßfurt wissen schon die Sport- und Karateschule in ihrer Stadt zu schätzen. Sie nutzen die Möglichkeit rege, hier Sport zu treiben, jeden Donnerstag von 13.45 Uhr bis 14.45 Uhr.