Staßfurt (jsg). Seit Jahresbeginn büffeln die Teilnehmer des Integrationskurses der Staßfurter Urania Deutsch in Schrift und Sprache. Im September erfolgt die Prüfung, welche als eine Vorstufe für die Einbürgerung bestanden werden muss. Die Inhalte der Übungen beziehen sich natürlich auch auf die Stadt Staßfurt mit ihrer Historie, Wirtschaft, Kultur und Lebensweise.

Zur Anwendung ihrer Kenntnisse in der Praxis und der Möglichkeit einer Fragestunde zu den sie bewegenden Problemen hatte die Geschäftsführerin der Bildungseinrichtung, Anneliese Deubeler, ein Rundtischgespräch beim Staßfurter Oberbürgermeister René Zok für die Migranten aus Kirgistan, Kasachstan, Vietnam, Syrien, Sri Lanka, Russland und Sierra Leone vereinbart.

Zok berichtete aus seinem Leben, der Funktion eines Oberbürgermeisters, der Stadtgeschichte und dem kulturellen Leben. Mit seiner offenen und gewinnenden Art hatte er schnell die doch anfängliche Scheu der Migranten überwunden.

So ließen dann auch die Fragen der Teilnehmer nicht lange auf sich warten. Beispielsweise nach seinen Hobbys, welche Aufgaben ihm am meisten Spaß machen als Oberbürgermeister und was das Schwerste dabei ist, welche Sprachen er spricht und was aus dem Staßfurter Krankenhaus wird, um nur einiges zu nennen.

Und auch die Besucher erzählten von sich: "Ich bin glücklich in Staßfurt", erzählte Madlen aus Syrien und Princy aus Sri Lanka meinte erfreut: "Die Menschen hier sind ohne Vorurteile."