Die Hecklinger Chöre gingen kürzlich auf große Fahrt. Ihrer Einladung zu einem zünftigen Seemannsabend waren rund 140 Besucher in den Saal der Gaststätte "Stadt Bernburg" gefolgt. Den Besuchern bot sich ein maritimer Anblick, Melodien ließen den Traum von Wind Wellen und Meer einen Abend lang wahr werden.

Hecklingen (jsg). Die Schiffssirene ertönte dreimal. Der Musikdampfer "MS Hecklingen" legte nach dem Kommando "Leinen los, Anker hoch und volle Fahrt voraus" ab. Mit "Heute an Bord" und "Wir lieben die Stürme", vorgetragen vom Männerchor, startete die Weltreise.

Reinhard Hoffmann als Kapitän der Tour moderierte wortgewandt und charmant durchs Programm. "Wir wollen uns dabei die Untiefen von Beek, Bode sowie Saale ersparen und gehen deshalb in Schönebeck an Bord", erläuterte er dem zahlreichen Publikum.

Natürlich war Hamburg mit den Melodien "Auf der Elbe sind wir gefahren" und "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" das erste Ziel. Dann übermannte das Fernweh Mario Köhn bei seinem Solo "Nimm mich mit Kapitän", was Hoffmann dann so kommentierte: "Natürlich nehme ich alle mit, ich liebe Euch doch alle". Daran schloss sich Harald Körner mit "La Paloma" nahtlos an.

Das nächste Reiseziel war unschwer zu erraten, als beide Chöre gemeinsam die "Tulpen aus Amsterdam" besangen. Da das Schiffsdeck ganz schön gelitten hatte, reinigten es die Sangesschwestern mit einem beeindruckenden Schrubbertanz nach der Melodie "We will rock you". Und weiter ging es nach Italien. Mit "Santa Lucia" bewies die Chorleiterin der Männer, Katrin Bornschein, dass sie nicht nur den Taktstock schwingen kann, sondern auch gut bei Stimme ist. Heinz Klug und seiner Gruppe hatte es dann die Insel "Elba", einst Napoleons Verbannungsort, angetan. "Wenn ich mir die Jungs so angucke, müssen einige den großen Franzosen noch persönlich gekannt haben", konnte sich der Kapitän nicht verkneifen.

Noch einmal wurde es etwas melancholisch, als die Bord-Kapelle "Musik-Fabrik" "Seemann, lass das Träumen" spielte und dann nach Christine Hoffmanns Titel "Einmal weht der Südwind wieder" Griechenland angesteuert wurde. Ingo Koch und Bernd Krafzcyk hatte es dort besonders "Ein weißes Boot" angetan. Da noch immer Südwind herrschte, war durch den Suez-Kanal Afrika bald erreicht. Das "Aloa-Heja" von der Bordkapelle und die Tanzeinlage der "Girlspower"-Tanzgruppe vermittelten dann einen kleinen Eindruck von den heißen Nächten auf dem schwarzen Kontinent.

Das abschließende "Rolling home" von Harald Körner als Solist, unterstützt von allen Sängerinnen und Sängern auf der Bühne, kündete dann davon, dass der Musikdampfer wieder Kurs in Richtung heimatliche Gefilde aufgenommen hatte, begleitet von viel Beifall der Landratten im Saal.

   

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