Wie sitzt man richtig am Schreibtisch, was muss man bei der Arbeit am Computerbildschirm beachten und wie ernährt man sich gesund – all das sind Themen des Projektes "Egelner Mulde – Top in Form". Dabei soll die betriebliche Gesundheit in der Verwaltung im Rathaus Egeln gefördert und erhalten werden.

Egeln. Jeder kennt das. Verbringt man die meiste Arbeitszeit am Schreibtisch und Computer, spürt man das nach Feierabend schnell. Es zwickt im Rücken, die Augen brennen, der Kopf brummt. Doch bei den Mitarbeitern der Verwaltung der Verbandsgemeinde soll sich das schon bald ändern. Am Mittwoch unterschrieb Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr nämlich einen Vertrag mit der IKK gesund plus.

Gemeinsam wird ein Projekt zur Förderung und zum Erhalt der Gesundheit gestartet. Nein, die Mitarbeiter der Verwaltung greifen jetzt nicht wieder zur Schiefertafel und arbeiten im Stehen. "Die betriebliche Gesundheit soll gefördert werden", erklärt Kathleen Pfüller von der IKK. Zwei Jahre lang nimmt die Verwaltung an diesem Projekt teil, das den passenden Namen "Egelner Mulde – Top in Form" trägt.

Den Auftakt machen ein gesundes Frühstück und eine anonyme Mitarbeiterbefragung. Letzteres soll den "Stand" der Damen und Herren im Rathaus ermitteln. "Dabei ermitteln wir den Gesundheitsstand und klären den Bedarf an entsprechenden Maßnahmen", so Kathleen Pfüller weiter. Nach der Auswertung beginnt dann die aktive Phase. Es folgen zahlreiche Kurs- und Beratungsangebote. "Stellen wir Handlungsbedarf fest, werden entsprechende Empfehlungen gegeben. Gerne kümmern wir uns dann um die Organisation zum Beispiel von Rückenschulen oder ähnlichem", macht die Kundenbetreuerin deutlich. Auch eine Bildschirm- und Arbeitsplatzanalyse gehört zu diesem Projekt. Weiterhin sollen auch die Augen der Mitarbeiter untersucht werden. Die Inhalte des Projektes sind breit gefächert.

Die Teilnahme für die Mitarbeiter ist vollkommen kostenlos und ohne Zwang. Die IKK verspricht aber auch, dass während der Zeit in der Verwaltung nichts durcheinander gerät. Für maximal zehn Minuten müssen die Mitarbeiter an entsprechenden Tagen den Arbeitsplatz verlassen. Das heißt aber nicht, dass dann niemand arbeitet. Jeder wird einzeln zu den Untersuchungen oder Gesprächen gebeten.

Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr zeigt sich begeistert von diesem Projekt. "Es hat ja nicht nur einen Vorteil für unsere Kollegen, sondern auch für die Verwaltung. Denn der Krankenstand soll während des Projektzeitraums um 0,5 Prozent sinken. Es ist doch immer gut, wenn man etwas für die Gesundheit tut", sagte Stöhr.