Staßfurt (dw). Der Ascherslebener Malkreis hat Borchu Bawaa viel zu verdanken. Der mongolische Künstler, der bis 2007 in Staßfurt lebte und wirkte, dann aufgrund wiederholter Übergriffe auf sein Atelier und familiärer Veränderungen nach Wiesbaden übersiedelte, sammelte in der Malschule der Kreisvolkshochschule damals viele begeisterte Hobbykünstler um sich und brachte ihnen verschiedene Arbeitstechniken bei. Die Gruppe, die heute aus 14 Mitgliedern besteht und sich trotz Bawaas Weggang noch regelmäßig wöchentlich trifft, stellt ab Sonntag in einer Sonderausstellung des Stadt- und Bergbaumuseums in Staßfurt ihre Kunstwerke aus. Dabei sind vor allem Bilder zu sehen, die in der sogenannten Spachteltechnik erstellt wurden. "Dabei wird die Farbe mit einem Spachtel und dem Pinsel auf die Leinwand aufgetragen", sagt Malgruppenmitglied Inge Patzelt. "Eine Technik, die Bawaa wie kein zweiter beherrschte und uns vermittelt hat." Spannende Gemälde sind entstanden – vom Porträt bis zur Landschaftsmalerei – die durch die Arbeitstechnik vielschichtig strukturiert sind.

Die Ascherslebener Malfreunde lernen auch heute noch mit Borchu Bawaa. Mehrmals im Jahr kommen sie zu Workshops zusammen und arbeiten einen ganzen Tag lang an der Umsetzung ihrer kreativen Ideen. Deshalb freuen sich die Frauen und Männer auch besonders, dass der Künstler sich zur Ausstellungseröffnung im Museumskeller am Sonntag um 10.30 Uhr angekündigt hat. Sicherlich eine Freude, die viele Staßfurter teilen, die Bawaa kennen und seine Arbeit schätzen.

Zu sehen sind ab Sonntag auch die Ausstellungen "Geschichtliches und Kreatives" des Dr.-Frank-Gymnasiums, "Familien Art" von Adelheit Schulze-Diemel und Rainer Diemel sowie "Teddys – Spielzeug, Tröster, Sammelobjekt" von Heike Nowak.