Staßfurt. Weil die Kohle alle war, sollte ein Elektrogrill gestern in einer Wohnung in der Kalkstraße für Wärme sorgen. Doch der stand nach ersten Ermittlungen der Polizei vermutlich so nah an entflammbaren Gegenständen, dass der Versuch eines Mannes, auf diese Weise ein Zimmer zu heizen, zu einem Wohnungsbrand führte.

Den 21 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Staßfurt und Löderburg ist es zu verdanken, dass das gegen Mittag in der Parterrewohnung ausgebrochene Feuer schnell unter Kontrolle gebracht wurde. Der 56-jährige Mann konnte mit Brandverletzungen an Kopf und Händen und mit Verdacht einer Rauchgasvergiftung mit dem Rettungswagen ins einheimische Krankenhaus gebracht werden. Das Brandopfer teilte den Einsatzkräfen noch mit, dass sich zwei weitere Personen in der Wohnung über ihm befinden.

Während einige Kameraden mit der Bekämpfung des Feuers beschäftigt waren, erkundeten andere die darüber liegende Wohnung und fanden die zwei Personen. Da für sie keine akute Gefahr mehr bestand, warteten die Einsatzkräfte mit den beiden oben, bis der Qualm aus dem Treppenhaus vertrieben war.

Ein 54-jähriger Mann konnte laufend ins Freie begleitet werden. Eine gehbehinderte Frau trugen die Feuerwehrleute in einem Rettungssack nach unten, wo die 65-Jährige von einem weiteren Team Rettungssanitäter und Notärztin in Empfang genommen wurde. Diese beiden Bewohner wurden mit Verdacht einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus am Ort gefahren.

Wie ein Sprecher des Polizeireviers Bernburg gestern Abend mitteilte, konnten der Mann und die Frau aus der oberen Wohnung das Krankenhaus verlassen, während der 56-Jährige noch stationär behandelt wird. Er ist außer Lebensgefahr. Das Haus ist nicht bewohnbar. Für die Unterbringung der beiden aus dem Krankenhaus entlassenen Mieter sorgt die Stadt.