In Schönebeck veranstaltete die Kreisverwaltung gestern den ersten Umwelttag. Vereine, Hilfseinrichtungen und Unternehmen stellten ihre Projekte und Ideen rund um die schonende Umweltnutzung einem breiten Publikum vor.

Schönebeck. Mehr Umweltbewusstsein und schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen stand gestern beim bislang ersten Umwelttag im Salzlandkreis auf dem Programm. An der Elbe eröffnete Kreis-Baudezernent Ulrich Reder die Veranstaltung. Zahlreiche Vereine sowie Unternehmen und Energieversorger stellten sich dem Thema. Hauptanliegen sei es, sagte er, die Menschen für das Thema Umwelt zu sensibilisieren.

So wolle der Landkreis die Reduktion des klimaschädlichen Kohlendioxids vorantreiben. Wie viel Treibhausgase mit Hilfe von Solaranlagen zur Gewinnung von Wärme und Strom bereits eingespart werden, weiß Ulrich Reder nicht. Deshalb ruft er alle Einwohner des Landkreises auf, ihre Anlagen an das Umweltamt zu melden.

" Besitzer und Betreiber von Fotovoltaikanlagen sowie zur Warmwasserbereitung können unter der Telefonnummer ( 03 47 3 ) 95 51 52 3 ihre Kennzahlen ihrer Anlagen an das Kreis-Umweltamt melden ", sagte er. Die Behörde werde die Daten dann erfassen und regelmäßig veröffentlichen. Gerade mit der Nutzung der Sonnenenergie können Hausbesitzer sehr viel Geld sparen und nachhaltig die Umwelt nutzen, erklärte der Baudezernent.

Werbung für die natürliche und schonende Nutzung der Umwelt machte der Verband der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung. Die etwa 4600 Mitglieder kümmern sich in ihrer Freizeit um eine Fläche von rund 2, 3 Millionen Quadratmeter Gartenf äche.

Verbandsvorsitzender Heinz Ehlert hob in seiner Rede nicht nur den Erholungswert von Kleingärten hervor. Hobbygärtner können sich zum Teil aus dem Garten selbst mit frischen Obst und Gemüse versorgen. Allerdings sorgt sich der Chef auch darum, dass die heutige Generation kaum noch den Unterschied zwischen Unkraut und einer Zierpfanze kenne. Hier wollen die Gartenfreunde ansetzen und verstärkt mit den Schulen Projekte durchführen.

Zu kämpfen haben sie ebenfalls mit einer hohen Altersstruktur unter den Kleingärtnern. " Uns fehlt die Generation, der 35- bis 55-jährigen Kleingärtner ", beklagte Karin Libbe vom Vorstand. Mittlerweile werden die Gärten kostenlos abgegeben. Oftmals fnde sich aber kein Nachfolger. Positive Signale bekomme der Dachverband aber inzwischen von einigen Sparten. Die Nachfrage nach Kleingärten steige in einigen Bereichen wieder, weiß sie.

Ihren großen Auftritt hatten auch einige Schüler am Vormittag. Sie hatten sich am Projekt " Umweltschutz macht Schule beteiligt ". Sechs Schulen kamen bei der Jury in die engere Auswahl. Sieger des Wettbewerbs wurde die Arbeitsgemeinschaft Grüne Geister des Stephaneums Aschersleben. 100 Euro erhielten sie von Umweltamtsleiter Klaus Poeschel.

Die Schüler hatten den Umtausch von normalen Glühlampen gegen Energiesparlampen organisiert sowie sich für das Energiesparen an der Schule eingesetzt. Mit simplen Vorschlägen, wie einer eindeutigen Beschriftung der Lichtschalter in der Schule, soll künftig weniger Energie verbraucht werden. Bäume wurden ebenso gepf anzt.

Die Kinder der Diesterwegschule in Bernburg hatten sich mit dem Frosch beschäftigt, schilderten sie ihr Projekt. Sie erhielten eine Teilnahmeurkunde. Positiv hob Klaus Poeschel das Engagement der Maxim-Gorki-Sekundarschule Schönebeck hervor. Hier hatten sich die Schüler mit dem Umfeld beschäftigt und dies verschönert.

Die Umweltaktion in den Schulen wird in diesem Jahr in einem neuen Wettbewerb fortgesetzt. Alle Schulen des Landkreises können sich wieder daran beteiligen. Klaus Poeschel rief gestern die Kinder und Jugendlichen auf, sich wieder zahlreich zu beteiligen und pf ffge Ideen für den Umweltschutz zu entwickeln.