Staßfurt. Nach dem Zusammenschluss ihrer beiden Ortsvereine treten die Staßfurter und Förderstedter Sozialdemokraten mit insgesamt 18 Kandidaten bei der Stadtratswahl am 7. Juni an. " Sie kommen nicht nur aus Staßfurt, sondern auch aus den neuen Ortsteilen Förderstedt, Atzendorf und Brumby und gehören nicht alle unserer Partei an, wie zum Beispiel Hohenerxlebens Ortsbürgermeister Sven Wagner ", betonte SPD-Stadtchef Michael Hauschild.

Der Nominierungsvorgang habe insgesamt drei Stunden gedauert. " Dabei wurden alle 18 Bewerber mit deutlicher Mehrheit einzeln und in geheimer Wahl bestätigt ", so Hauschild. Dabei setzte sich die Stadträtin Karin Gründler mit dem ersten Listenplatz als Spitzenkandidatin durch. Sie vertritt schon seit Jahren die Interessen der Bürger im Stadtparlament und verfügt demzufolge über die notwendigen kommunalpolitischen Erfahrungen.

Auf den weiteren Plätzen folgen SPD-Fraktionschef Michael Hauschild, Regina Anders ( beide Staßfurt ), Klaus Engel ( Atzendorf ), Matthias Binder, Mario Becker, Rita Föhse ( alle Staßfurt ), Günter Schimpke ( Rathmannsdorf ), Daniela Fröhlich ( Staßfurt ), Karlheinz Elstermann ( Atzendorf ), Sven Wagner ( Hohenerxleben ), Dr. Juliane Kühn ( Staßfurt ), Karl-Heinz Markmann ( Brumby ), Mario Müller ( Förderstedt ), Volker Hoffmann, Alfred Rohde, Hermann Unger ( alle Staßfurt ) und Niko Zenker ( Neundorf ).

Aus Zeitgründen war es bei der Versammlung, zu der sich die SPD-Mitglieder am Mittwochabend im Grünen Zentrum in Staßfurt eingefunden hatten, nicht möglich, auch noch die Listen für die Ortschaftsräte zu erstellen. Letztere werden am 7. Juni ebenfalls neu besetzt. Die Nominierung soll demnächst nachgeholt werden, sagte Hauschild.

Am Mittwoch beschäftigten sich die Staßfurter Genossen auch mit dem Kommunalwahlprogramm der Partei. Der wichtigste Punkt ist für uns, die neuen Ortsteile Atzendorf, Brumby, Förderstedt, Glöthe, Löbnitz, Neundorf und Üllnitz in die Stadt Staßfurt zu integrieren, sagte Hauschild.

Zudem plädieren die Sozialdemokraten dafür, alle derzeit vorhandenen Schulstandorte in der Stadt einschließlich der Ortsteile zu erhalten. Das gelte auch für den Klinikstandort Staßfurt. Darüber hinaus solle das ambulante Facharztangebot in der Stadt verbessert werden, heißt es im Wahlprogramm.

Darüber hinaus müssten die Wirtschaft und die Infrastruktur der Kommune gestärkt und die Ortsteile durch ein besseres Stadtliniennetz enger mit Staßfurt verbunden werden.

Kümmern wollen sich die Sozialdemokraten auch um den Sport, die Kultur und den Tourismus. Die Vereine und Verbände sollen die Sportanlagen in allen Ortsteilen kostenlos nutzen dürfen.

Aber auch am Bestand der Jugend- und Sozialeinrichtungen der Stadt soll nicht gerüttelt werden. Gefördert werden sollen auch das bürgerschaftliche Engagement und das Ehrenamt.