Die Lebenshilfe Bördeland baut die ehemalige Frauenklinik zu einem Pfl egezentrum um. Das Gebäude soll dabei in seinem Bestand erhalten bleiben.

Staßfurt. " Das Pfl egezentrum wird Teil der neuen Wohnanlage Am Wasserturm ", erklärt Stefan Labudde, Geschäftsführer der Lebenshilfe. Auf dem Areal entsteht außerdem ein neues Haus mit 20 Wohneinheiten für generationsübergreifendes und integratives Wohnen sowie eine Cafeteria als Ort der Kommunikation. " Wir wollen in allen Bereichen den Aspekt der Gemeinschaft von Alt und Jung, sowie von Menschen mit und ohne Behinderung betonen ", so der Lebenshilfechef.

Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, spätestens zum Jahresende soll alles fertig sein. Zwei Millionen Euro investiert die gemeinnützige Gesellschaft in den Umbau. Die ehemalige Poliklinik wird von Grund auf energetisch saniert. Im Erd- und Obergeschoss ist zukünftig Platz für 30 Personen. " Wir halten dann geräumige Ein- oder Zweibettzimmer vor. " Auf jeder Etage gibt es Gruppenräume, in denen die Senioren essen und sich beschäftigen können. Das gesamte Haus werde eine familiäre Atmosphäre ausstrahlen, so Labudde, und nicht wie ein großes Heim wirken. Ausgebaut wird auch der Keller. Auf einer Fläche von rund 100 Quadratmetern sollen Therapie- und Lagerräume eingerichtet werden. Das Personal des Pfl egezentrums wird eigene Sanitärbereiche und Umkleideräume im Dachgeschoss fi nden.

In die Infrastruktur des Hauses wird nicht grundlegend eingegriffen. Die Bausubstanz genügt modernen Anforderungen, die Planer respektieren vorhandene Gegebenheiten. So bleiben das bestehende Treppenhaus und die Fluchttreppe erhalten. In den alten Aufzugsschacht wird ein neuer Fahrstuhl gebaut. Er gewährleistet den Liegendtransport von Personen zwischen Keller und erstem Obergeschoss.

Wie viel die Lebenshilfe insgesamt in den Wohnpark Am Wasserturm investiert, kann Labudde nicht konkret sagen, da die Planungen für die Cafeteria noch nicht abgeschlossen seien.

Formal wird alles für die Wiederbelebung des ehemaligen Frauenklinikgebäudes und die Aufwertung seines Umfeldes in die Wege geleitet. Der Stadtrat muss sein Einvernehmen zum Umbau erklären. Der Bauausschuss gab einer entsprechenden Vorlage bereits grünes Licht unter dem Hinweis, den Baumbestand zu wahren. Dazu Stefan Labudde : " Wir wollen den parkähnlichen Zustand um die Gebäude auf jeden Fall erhalten und nehmen, wenn nötig, Ersatzpfl anzungen vor. "