Staßfurt ( dw ). Rauchende Köpfe – angespannte Gesichter : 68 Schülerinnen und Schüler des Dr .-Frank-Gymnasiums in Staßfurt ließen sich gestern gut eineinhalb Stunden von ganz besonderen Zahlenspielen herausfordern. Sie alle beteiligten sich freiwillig am Wettbewerb " Känguru der Mathematik " – wie tausende Mädchen und Jungen aus den Klassen drei bis 13 deutschlandweit. Der Vergleich kommt seit 1978 aus Australien – das erklärt den ungewöhnlichen Namen – und wird von der Berliner Humboldt Universität vorbereitet.

Ziel des Wettbewerbs ist, die Popularisierung der Mathematik. Längst wissen Mathematiklehrende um die Bedeutung ihres Faches für den Gebrauch auf anderen Wissensgebieten und für die Allgemeinbildung. Der Wettbewerb soll diesen Inhalt auf die jungen Menschen übertragen und Begeisterung wecken. Die Initiatoren sind sich einig : mathematisches Denken und Arbeiten kann richtig Spaß machen und muss nicht immer ernst sein. Aus diesem Grund ist das Anforderungsblatt gefüllt mit Sachaufgaben und geometrischen Figuren. " Es geht darum, logisches Denken anzuregen und zu fördern ", sagt Antje Eichler, Fachbereichsleiterin für Mathematik am Gymnasium. Die Aufgaben seien so aufgebaut, dass für einen Teil der Lösungen bereits Grundkenntnisse aus dem Schulunterricht ausreichend seien, bei einem anderen Teil ein tieferes Verständnis des in der Schule Gelernten und der kreative Umgang damit benötigt werden würden. " Wissen, Pf ff gkeit und der gesunde Menschenverstand kommen zusammen ", so Eichler. Für die Aufgaben gibt es jeweils fünf Lösungen. Mit Verstand und Intuition f nden die Schüler richtige Antworten in diesem Auswahlverfahren.

Die Ergebnisse der Staßfurter Gymnasiasten – wie alle aus dem ganzen Land – wertet zentral die Humboldt-Uni in Berlin aus. In den einzelnen Altersgruppen werden so die Sieger ermittelt, die mit Preisen bedacht werden. Matheass kann nicht nur werden, wer die meisten Punkte gesammelt hat, sondern auch eine große zusammenhängende Kette von Aufgaben des Blattes schafft. " Der große Sprung – wie beim Känguru ", sagt Eichler. Für diesen Sieger gibt es ein T-Shirt. Es zeigt, wer Känguru-Meister des Gymnasiums geworden ist.

Im vergangenen Jahr nahmen rund 770 000 Mädchen und Jungen in 8000 Schulen deutschlandweit am Wettbewerb teil. Die Staßfurter Gymnasiasten belegten dabei immer vordere Plätze.