Gute Vorsätze für 2011 – wer hat sie nicht? Doch wer nimmt sich tatsächlich etwas Konkretes vor. Das ist nicht immer der fall. Wir haben mal in der Stadt ein paar Prominente gefragt. Sie haben neue wie alte Ziele vor Augen für 2011.

Stendal. Von guten Vorsätzen wimmelt es nur so um den 1. Januar eines jeden Jahres. Und in der Regel gibt es mehr, als schließlich Ergebnisse davon vorliegen. In Stendal ist das kaum anders. Auch hier in der Hansestadt nehmen sich Menschen etwas für das neue Jahr 2011 vor. Einige von ihnen haben wir gefragt. Heraus kam, dass man sich privat weniger unter Druck setzt als beruflich. Das kann auch ein Hinweis darauf sein, wie man Ziele besser erreicht; alte wie auch neue.

Superintendent Michael Kleemann: "Ganz ehrlich: Ich bin so unverfroren, dass ich mir keine großen Gedanken über gute Vorsätze mache. Man sollte jeden Tag so leben, dass man ihn abends zu schätzen weiß. Ansonsten halte ich eher weniger etwas von den so genannten Vorsätzen."

Dieter Burmeister, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Stendal: "Überleben, das ist ein guter Vorsatz. Und ich habe einen ganz großen Wunsch: Wir müssen endlich diese Bürokratie überwinden, und ich hoffe, dass wir sie überleben. Die Bürokratisierung durch Regulierungen der Europäische Union hat auch in den Kreissparkassen ein so hohes Maß angenommen, dass sie den Kunden überhaupt nichts bringt. Und wir sollten doch genau für die Kunden als Erste da sein."

Prof. Dr. Ulrich Nellessen, Ärztlicher Direktor des Johanniter-Krankenhauses Genthin-Stendal und Präsident des 1.FC Lok Stendal: "Beruflich wünsche ich mir trotz mancher Querelen wie dem ungeplanten Abgang des alten Geschäftsführers im Herbst bei uns im Haus, dass wir weiter gut am Markt bestehen können. Wir sind ein top ausgerüstetes Krankenhaus und wollen uns da weiterentwickeln und weiter behaupten. Sportlich hoffe ich sehr, dass wir in der Fußball-Verbandsliga oben bleiben und nicht absteigen. Das wird nicht einfach, das weiß ich. Privat muss ich etwas zunehmen, wirklich. Und außerdem hoffe ich, dass unser KADS-Projekt (Kinder auf der Straße/d. A.) weiterhin existieren kann und noch mehr unterstützt wird. Das liegt mir wirklich sehr am Herzen."

<6>Bernd Zürcher, Leiter der Regionalstelle Altmark des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes: "Vorsätze für die Gesundheit sind ja ruckzuck weg. In jedem Fall sollte man das Leben mal entschleunigen. Und als Paritätischer Wohlfahrsverband wollen wir noch stärker als bisher mit den Menschen ins Gespräch kommen. Das wäre wirklich mein Wunsch für 2011."

<7>Johannes Schymalla, Domkantor St. Nikolaus, Stendal: "Man sollte sich mit guten Vorsätzen nicht so überfrachten. Natürlich ist es gut, mehr Sport zu treiben, weniger, dafür bewusster zu essen. Ich habe mir da noch nichts so richtig vorgenommen. Mit meiner Frau möchte ich einige Kammerkonzerte geben; und das trotz meiner Elternzeit, die ich ab 1. April für unseren Sohn Jakob nehme. Beruflich soll das Mozart-Requiem am 9. Oktober einer der Jahres-Höhepunkte werden."

Dirk Löschner, Intendant des Theaters der Altmark: "Ich will mir mehr Zeit für alte und neue Freunde nehmen. Die sind in den vergangenen anderthalb Jahren einfach zu kurz gekommen. Das hat mich unzufreiden gemacht. Die Freunde sind relativ international sogar, in Berlin, Frankreich und Nordrhein-Westfalen; alte Freunde aus der Schulzeit, der Studienzeit und Schauspieler."

   

Bilder