Gestern war der Tag der Preisverleihungen am Tangermünder Gymnasium. Sechs Schüler wurden für ihre erfolgreiche Teilnahme an der Mathe- beziehungsweise Physikolympiade auf Landesebene geehrt.

Tangermünde l Niclas Kaul aus Grieben und Patrick-Gustav Blaneck aus Tangermünde schwitzen heute in Magdeburg. Die beiden Zehntklässler aus dem Tangermünder Diesterweg-Gymnasium knobeln in der zweiten Runde der Landesolympiade an komplizieren physikalischen Aufgabenstellungen. Sie treten gegen die landesweit 40 besten Physikschüler ihrer Klassenstufe an. Aus ihrer Schule schafften in den Vorjahren zwar schon einige sehr gute Naturwissenschaftler diesen Sprung und sie brachten auch Anerkennungspreise mit nach Hause, "dass wir aber gleich zwei Teilnehmer dabei haben, ist ein Novum", so der Fachlehrer Tobias Hertel, der mit der Lehrerschaft und der Schülerschaft seinen beiden Schützlingen heute die Daumen drückt.

Die erste Runde dieser Physikolympiade absolvierten die beiden Schüler bereits im Herbst am Tangermünder Gymnasium. Kaul wurde Erster seiner Klassenstufe und Blaneck Zweiter. Für diese Leistungen wurden sie gestern ausgezeichnet. Urkunden und Präsente gab es allerdings auch für drei Physik-Asse aus der achten Klasse, die sich ebenfalls in ihrer Schule an der Landesolympiade beteiligten. Beste wurde Sophie Budnik aus Schönhausen, gefolgt von Niklas Grudzewitz aus Tangermünde und Lara Wienecke aus Tangerhütte.

Lehrer verweist auf die Intelligenz der Schüler

Mit Hanna Lichtenberg aus Lüderitz besucht aber auch eine außergewöhnliche Mathematikerin das Diesterweg-Gymnasium. Sie absolvierte die dritte Stufe der Landesolympiade in diesem Fachgebiet und wurde Sechstbeste aus Sachsen-Anhalt. Die Schülerin der siebenten Klasse ist damit Ersatzkandidatin für die bundesweite Förderung Mathematik, freut sich Thom Hain, verantwortlicher Lehrer für Mathematik an der Bildungseinrichtung. In früheren Jahren verhalf nur noch die damalige Fünftklässlerin Sophie Langnaese der Schule zu solchen Ehren. Unter dem Gesichtspunkt, dass sich mit Hanna Lichtenberg eine Schülerin aus einem Standardgymnasium gegen die Konkurrenz aus Spezialgymnasien durchgesetzt habe, seien die Leistungen nicht hoch genug zu würdigen, so Hain. Dies werde von Klassenstufe zu Klassenstufe nämlich immer schwieriger.

Die Frage, ob in Tangermünde besonders gute Lehrer unterrichten oder ob es an der Schule besonders gute Schüler gibt, beantwortete Hain mit einem Schmunzeln, ehe er bescheiden auf die Intelligenz der Jugendlichen verwies.