Die nördliche Breite Straße bleibt das Sorgenkind in Stendals Innenstadt. Mit dem ehemaligen Uppstall-Kaufhaus steht ein großer Komplex an prominenter Stelle leer. Und das ist nicht der einzige Leerstand. Die CDU wagt nun einen Vorstoß.

Stendal l Am 1. Februar zog das Möbelhaus Steinemann in den ehemaligen Sitz der Firma Puchert an der nördlichen Breiten Straße. Dies war ein Lichtblick für den Teil der Stendaler Einkaufsstraße, der seit Jahren als Problemkind gilt. Immerhin hatte das Puchert-Haus seit Sommer vergangenen Jahres leergestanden. Doch Lichtblicke dieser Art gibt es nicht viele.

Uppstall-Kaufhaus steht seit Ende 2011 leer

Erst Ende Januar war das Sport-Eck ausgezogen und eröffnete eine neue Filiale im südlichen Teil der Breiten Straße nahe der Sperlingsida. In einem Bereich, der vor ein paar Jahren noch als Problemzone galt. Gleich gegenüber des ehemaligen Sport-Eck-Standortes ist der augenfälligste Leerstand.

Seit Ende 2011 sind die Lichter aus im Kaufhaus Uppstall. Rund 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche liegen brach, das dazugehörige Parkhaus ist geschlossen. Zwischenzeitlich schien die Ansiedlung eines Elektronikmarktes in greifbare Nähe gerückt, doch daraus wurde nichts. Uppstall, Sport-Eck - das sind nicht die einzigen leeren Geschäfte im Norden der Innenstadt.

Die CDU will nun Initiative ergreifen. In der kommenden Sitzung des Stadtentwicklungsausschuss am kommenden Mittwoch bringt sie den Antrag ein, zu überprüfen, ob die Breite Straße in eine Einbahnstraße umgewandelt werden könnte. "Wir richten unser Augenmerk auf die Entwicklung der Straße", sagte Fraktionsvorsitzender Hardy Peter Güssau im Gespräch mit der Volksstimme. Die Christdemokraten wollen nicht einfach so zusehen, wie es dort weitergeht, sondern versuchen, Impulse zu einer Vitalisierung zu setzen. Vom Alten Dorf aus soll der Verkehr dann nur noch stadteinwärts auf der Breiten Straße rollen.

Neue Flächen für Außengastronomie

"Dann könnten zusätzliche Parkplätze und Flächen für Außengastronomie geschaffen werden", sagte auf Volksstimme-Nachfrage Stadtrat Thomas Weise, der zusammen mit Dirk Hofer auf den Gedanken gekommen war. Nach Gesprächen mit Anliegern und Geschäftsleuten schien das ein Ausweg aus der Misere zu sein.

Weise hat sich auch schon Gedanken über neue Anbieter auf dem gastronomischen Sektor Gedanken gemacht, unter anderem mit Antje Mandelkow von der Klädener Suppenmanufaktur gesprochen. "Insgesamt", davon ist Güssau überzeugt, "würde das Erscheinungsbild der Einkaufsstraße durch die neue Struktur verbessert werden."

 

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