Stendal l Sein inzwischen siebentes Buch, das den Titel "Altmärkische Eisenbahngeschichten zur Kaiserzeit" trägt, hat der Stendaler Wolfgang List jetzt herausgegeben. Am Mittwoch stellte er es im Rathaus der Öffentlichkeit vor. Bürgermeister Klaus Schmotz (CDU) zeigte sich beeindruckt: "Das ist mehr als nur Eisenbahngeschichte, es geht um viel mehr als nur Lokomotiven und Bahnhöfe. Auch die Entwicklung der Stadt zur Kaiserzeit ist dokumentiert, und die vielen kleinen Geschichten am Rande sind interessant, spiegeln den Zeitgeist wieder und sind ein geschichtliches Zeugnis unserer Stadt zwischen 1871 und 1914. In dieser Zeit erlebt Stendal einen wirtschaftlichen Aufschwung, der sich auch im Eisenbahnwesen widerspiegelt." Spannend sei es, die Auszüge aus dem Altmärkischen Intelligenz- und Leseblatt zu lesen: "Diese blumige Sprache ist einfach herrlich! Zur Kaiserzeit gab es ja keine Fotos in der Zeitung, so dass die Ereignisse mit Worten beschrieben werden mussten."

Wolfgang List bedankte sich nicht nur bei seinem Verleger Bernd Neddermeyer, sondern bei allen "Zulieferern", die ihn mit Material - Fotos, Postkarten, technischen Zeichnungen, Landkarten und Zeitungsausschnitten - unterstützt haben. Dazu zählen Archive, Museen, das Landesfeuerwehrmuseum und etliche Einzelpersonen. Auch an seine Frau Christel ging ein Dank, hat sie doch immer Verständnis für das sehr zeitaufwendige Hobby ihres Mannes. Zwei Jahre hat Wolfgang List, studierter Eisenbahner und zuletzt als Journalist tätig, am Buch gearbeitet. Auf 136 Seiten hat er Geschichte und Geschichten festgehalten.

1000 Bücher wurden gedruckt, sie sind in den hiesigen Buchhandlungen erhältlich.