Seit gestern ist es offiziell: Die Johanniter-Kindertagesstätte Luisenstraße befindet sich in einem Neubau mit neu gestalteten und noch zu gestaltenden Außenanlagen. Nicht einmal 30 Jahre nach der Eröffnung des Vorgängerbaus öffneten sich für die Jüngsten der Stadt wieder neue Türen.

Tangermünde l "Ein bisschen weh tat es schon, wenn man mit ansehen musste, wie der Plattenbau innerhalb weniger Tage abgerissen wurde", sagte gestern Karin Siefert. Bis vor wenigen Jahren leitete sie die Kita in der Luisenstraße. Am 1. Februar 1986 hatte sie die Eröffnung der damals modernen Kinderkombination miterlebt und nun deren Abriss sowie die Eröffnung des Neubaus.

Bürgermeister Rudolf Opitz machte mit der Chronologie zur Entstehung des Neubaus vertraut. Danach waren 2008 erste Ideen um die Zukunft der Kita diskutiert worden. Kosten für Sanierung und Neubau unterschieden sich kaum. So wurde der flache Neubau favorisiert. Vor zwei Jahren, im August 2012, kamen die Abrissbagger. Der erste Teil des Plattenbaus verschwand, um Baufreiheit für den Neubau zu schaffen. "Wir hatten zeitweise sehr wenig Platz mit unseren Kindern", erinnerte Kita-Leiterin Silvia Schütze gestern an die zwei Jahre Bauzeit. Aber es waren auch interessante Jahre für die Kinder. Täglich sahen sie, wie ihr neuer Kindergarten wuchs. In den vergangenen zwei Wochen verschwand der Plattenbau komplett. Eine große Freifläche ist entstanden, die "nächstes Jahr im Frühjahr ganz sicher komplett grün ist", blickte Opitz voraus. Bis Ende November wird der Bauzaun noch stehen bleiben, um diesen noch nicht gestalteten Teil der Außenanlagen gestalten zu können.

2,1 Millionen Euro investierte die Stadt in dieses moderne Kinderreich. 1,4 Millionen Euro stellte die Hugo-Meyer-Nachfahren-Stiftung zur Verfügung. Und auch vom Bund habe es Geld gegeben, berichtete Opitz. "Ohne diese Unterstützung hätten wir das nicht tun können."

Auf ausdrücklichen Wunsch der Johanniter segnete Pfarrer Jürgen Weinert die neue Kindertagesstätte, in der 72 Kindergarten- und 42 Krippenkinder betreut werden. In dieser Kita und auch der Johanniterkita "Kleine Ritter" wird regelmäßig frühchristliche Erziehung durch Elisabeth Weinert angeboten.

Hubertus Graf von der Schulenburg, ehrenamtlicher Landesvorstand der Johanniter, erklärte, dass mittlerweile mehr als 80 Kitas unter dem Dach des Landesverbandes geführt würden. Katalin Schulze, Vorstand des Regionalverbandes Altmark der Johanniter, lobte die Umsetzung, das großzügige Haus inklusive der Außenflächen. "Ein Großteil dieses Bildes ist auch Frau Schütze zu verdanken. Sie hat mit geplant und mitgestaltet. Das hier ist ihr Lebenswerk."

Anlässlich der Eröffnung hatte die "grüne Gruppe" ein eigenes Lied einstudiert, in dem sie sang: "Wir freuen uns auf den neuen Kindergarten".

Während die Gäste durch das neue Reich geführt wurden, gab es für die Jüngsten im Schatten der Bäume zur Feier des Tages Eis.

   

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