Vier Wochen im Juli und August wurde an der B 189 gebaut, mit Vollsperrung. Der Bundesstraßenverkehr wälzte sich während dieser Zeit über teils recht schmale Kreisstraßen links und rechts der Bundesstraße. Jetzt geht es daran, die dort umleitungsbedingt entstandenen Schäden zu reparieren.

Stendal l Die Bundesstraße 189, soweit sie über Stendaler Kreisgebiet führt, ist gut in Schuss. Seit dem 22. August kann man das ohne die Gefahr, Lügen gestraft zu werden, sagen. In den vier Woche zuvor war der Abschnitt der Nord-Süd-Magistrale zwischen der Brunkauer Kreuzung und Buchholz als vorerst letzter saniert worden. 1,7 Millionen Euro ließ sich das Land die sieben Kilometer neue Fahrbahn kosten.

Kosten werden vom Land übernommen

Wie teuer es wird, die Schäden zu reparieren, die während dieser Zeit an den Straßen entstanden, über die der Bundesstraßenverkehr vier Wochen lang umgeleitet wurde, steht noch nicht fest. Sicher ist aber: Es wird repariert, und die Rechnung wird aus dem Topf des Landes zu bezahlen sein. Darüber gab es übrigens schon vor Beginn der Sanierungen, der damit verbundenen Vollsperrung und der Umleitungen des Verkehrs über die Kreisstraßen rechts und links der Bundestraße keine Zweifel. Das Straßengesetz für Sachsen-Anhalt hat für diese Fälle vorgebaut und regelt unter anderem, dass der Landkreis die Umleitung über seine Straßen zwar dulden muss, ihm die Kosten für dadurch entstandene Schäden aber erstattet werden müssen. Wer es genau wissen möchte, lese im Paragraphen 33 nach.

Wie das in der praktischen Umsetzung funktioniert, erklärt Thomas Müller, in der Landkreisverwaltung für das Sachgebiet Straßenbau zuständig: "Wir haben mit der Straßenbaubehörde des Landes eine Umleitungsvereinbarung geschlossen. Da gab es vorher mit den Kollegen eine Befahrung der für die Umleitung vorgesehenen Straßen, um deren Zustand aufzunehmen und festzulegen, was vorher zu machen ist. Und die gleiche Befahrung haben wir gemacht, nachdem die Bundesstraße wieder frei war, um die entstandenen Schäden an den Umleitungsstrecken aufzunehmen."

Diese Liste, so Müller, werde nun abgearbeitet. Der Sachgebietsleiter geht davon aus, dass die damit vom Landesbetrieb beauftragten Firmen bis Mitte September mit der Reparatur der Schäden beginnen werden. Entstanden sind sie vor allem in den Seitenbereichen, an den sogenannten Banketten. Zum Beispiel entlang der Kreisstraße, die zwischen Schernebeck und Tangerhütte nach Schönwalde abzweigt und auf die der Bundesstraßenverkehr weiter über Klein Schwarzlosen umgeleitet wurde.

Die Fahrbahn ist dort so schmal, dass vor allem breitere Fahrzeuge und Lkw bei Gegenverkehr auf die Seitenstreifen ausweichen mussten. Und die müssen nun wieder in Ordnung gebracht werden. Ähnliches steht auf dem zweiten Umleitungsstrang an, der über Brunkau und Ottersburg führt. Auch hier werden die Bankette repariert und teils die Straßenoberfläche neu besplittet.

Ausbessrungsarbeiten, die der kreisliche Straßenbaubetrieb selbst machen kann, laufen bereits. Zum Beispiel entlang der Kreisstraße, die von der B189 nach Brunkau abzweigt. "Dort haben wir es aber auch mit vielen Regenauswaschungen in den Seitenbereichen zu tun. Nicht jeder Schaden dort ist der Umleitung des Verkehrs von der Bundestraße zuzuschreiben."