Sie lieben das Spiel mit Worten, wollen der Poesie Raum geben und haben etwas mitzuteilen. Darum treten am Montag im Theater sieben Akteure beim Poetry Slam an. Markus Jürisch hat die Veranstaltung organisiert und steht selbst auf dem Podest.

Stendal l Mit Texten in Versform fing es bei Markus Jürisch an. Inzwischen, sagt er, schreibe er loser. Und auch seltener. Aber das Schreiben ist für den 21-Jährigen wichtig, um Dinge des Lebens zu verarbeiten. "Ich schreibe zwar eher für mich, habe aber auch den Anspruch, etwas vermitteln zu wollen, anderen Menschen etwas mitzugeben." Und darum wird der Student der Rehabilitationspsychologie auch am kommenden Montag, 20. Oktober, im Theatercafé dabei sein, wenn ab 20 Uhr die "Poetry-Slammer" auftreten.

Das Konzept des Poetry Slam stammt aus den USA und ist eine vergnügliche, mitunter auch nachdenklich stimmende Form, selbstgeschriebene Texte zu Gehör oder zur Aufführung zu bringen. In Stendal findet so etwas zum fünften Mal statt. Sieben Akteure sind diesmal dabei, sie kommen aus der Altmark, aus Magdeburg und Halle. Jeweils sieben Minuten haben die zwei Frauen und fünf Männer Zeit, um das Publikum von ihrer Dicht-, Schreib- und Vortragskunst zu überzeugen. Denn die Zuhörer werden per Punktvergabe und in der Endrunde per Applaus über ihren Favoriten entscheiden.

"Es geht aber nicht nur darum, besonders witzig zu sein, das sollte gar nicht so im Vordergrund stehen", findet Markus Jürisch, der seine eigenen Texte als "eher traurig" bezeichnet. Dass er aber das Spiel mit den Worten liebt, merkt man spätestens an seinem Künstlernamen für den Poetry-Slam-Abend: "Ich werde als Markus Lürisch auftreten", sagt er verschmitzt.

Für ihn wäre der Abend gelungen, "wenn das Publikum sich berauschen lässt, aber auch zum Denken angeregt wird und viel für sich mit nach Hause nehmen kann".

Übrigens sind spontane Slammer am Montag noch willkommen: "Einfach rechtzeitig vor Beginn da sein", macht Jürisch Kurzentschlossenen Mut.

Der Eintritt kostet 5 Euro. Für Musik an dem Abend sorgt "Peter und die Straße".