Stendal l Die ersten Wände wachsen aus dem Boden, auf dem rund 1700 Quadratmeter großen Areal im Bruchweg hinter der Bilingualen Grundschule. Dort zieht die in Stendal ansässige H+Z-Baugesellschaft zwei Häuser mit je sechs Eigentumswohnungen hoch.

"Die Montage der Kellerwände hat begonnen. Sie soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein", berichtet H+Z-Geschäftführer Gunther Kuhlmann. Im kommenden Jahr dann können die Möbelwagen anrollen. Das erste Haus soll im September bezugsfertig sein, das zweite zum Ende des Jahres.

Dreigeschosser erhalten Pultdächer

Der Baustart für den Wohnpark, zu der neben Stellplätzen und - falls vom Mieter gewünscht - Carports auch eine kleine Grünanlage zählt, erfolgte im Oktober. Wie Kuhlmann erzählt, mussten unterirdische Reste des ehemaligen Schlachthofs, der dort einst stand, beseitigt werden. Beispielsweise Heizschächte. An ihrer Stelle entstehen nun die Keller und darauf jeweils Dreigeschosser. Jede Etage beherbergt zwei Dreiraumwohnungen, die jeweils 80 Quadratmeter groß sind. Den Abschluss bildet kein Schwalmdach, sondern ein Pultdach. Zum einen, um eine optische Einheit mit der benachbarten Schule zu bilden, zum anderen, um die erlaubte Höhe von zehn Metern nicht zu überschreiten.

Acht Wohnungen haben bereits Besitzer gefunden

Integriert in beide Häuser sind Fahrstühle. "Wir gewährleisten einen barrierefreien Zugang zu den Häusern. Barrierefrei sollen natürlich auch die Wohnungen in den beiden oberen Geschossen erreichbar sein", begründet Kuhlmann. Zudem gehören Fahrstuhl als auch Keller für ihn zu Eigentumswohnungen mit dem Prädikat höherwertig. Darauf setze sein Unternehmen, macht er klar.

Die Nachfrage scheint ihm Recht zu geben. Acht der zwölf Wohnungen seien schon an den Mann gebracht, berichtet der Bauherr, für den die Kreissparkasse Stendal die Vermarktung übernommen hat.

Auf den Bau von Eigentumswohnungen hat sich die H+Z-Baugesellschaft, die derzeit über 18 Mitarbeiter verfügt, spezialisiert. Auch wenn sie Industrieanlagen wie im Kaliwerk Zielitz saniert, Produktionshallen wie in einem Pharmaunternehmen in Osterburg gestaltet und am Westflügel des Stendaler Doms mitwirkte. So zog das vor 21 Jahren gegründete Unternehmen in den vergangenen Monaten Wohnungen in der Stendaler Haferbreite hoch und eine Anlage mit 22 Wohnungen inklusive Tiefgaragen in der niedersächsischen Landshauptstadt Hannover.

Nun folgen die zwölf Wohnungen im Bruchweg und damit wieder in heimischen Gefilden.

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