Stendal l Auch 2015 müssen Autofahrer in Stendal mit erheblichen Beeinträchtigungen rechnen. Ab Anfang April - also nach Ostern - wird die Heeren Straße (L 32) auf einer Länge von 835 Metern zwischen Hohem Weg und Industriestraße saniert. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Dezember laufen.

Die Straße wird ebenso erneuert wie der Geh- und Radweg. Insgesamt sind 1,88Millionen Euro veranschlagt, wie Manfred Krüger als Regionalbereichsleiter Nord der Landesstraßenbaubehörde gestern mitteilte. Das Land zahlt 1,25 Millionen Euro, die Stadt 356000 Euro, die Stadtwerke 227300 Euro sowie die Abwassergesellschaft 53200Euro.

Da es im Bereich der Heerener Straße viele Firmen wie die Milchwerke, ein Möbelgeschäft, einen Baumarkt, einen Lebensmittelgroßmarkt und zahlreiche Autohäuser gibt, soll die Verkehrsbeeinträchtigung so gering wie möglich ausfallen.

Im zweiten Bauabschnitt werden Kreisel geschaffen

"Der Verkehr wird nach derzeitigen Planungen für die gesamte Bauzeit in eine Richtung über die Heerener Straße weiter fließen", sagte Manfred Krüger. Die andere Fahrtrichtung soll als Umleitung über den Hohen Weg ins Gewerbegebiet geführt werden.

"Wir werden auch noch eine Anwohnerversammlung machen", sagte der Regionalbereichsleiter. Dort sollen Detailfragen bezüglich der Bauphase geklärt werden.

Bei den Sanierungsarbeiten handelt es sich um den ersten Bauabschnitt. In einem zweiten Schritt sollen an den Kreuzungsbereichen zum Hohen Weg sowie zur Industriestraße Kreisel gebaut werden. Ob diese Bauarbeiten schon 2016 oder erst 2017 erfolgen, ist derzeit noch unklar, sagte Manfred Krüger.

Weiterhin nur ein Radweg für eine Richtung

Auf jeden Fall habe es sich herausgestellt, dass Autoverkehr über Kreisel besser und mit weniger Unfällen gelenkt werden könne. "Es handelt sich nicht um Unfallschwerpunkte an diesen Kreuzungen", sagte Krüger. Jedoch sei die Bauausführung von Kreiseln nicht wesentlich teurer als eine reguläre Kreuzung.

Nach Verkehrszählungen wird die Landesstraße täglich von 11500 Fahrzeugen genutzt. Nach Prognosen wird die Zahl in der Zukunft auf 16000 Fahrzeuge anwachsen, wobei damit gerechnet wird, dass der Schwerlastverkehr um bis zu zehn Prozent ansteigt.

Ein Manko, das die Straße bislang hat, wird auch mit der Sanierung nicht verbessert werden: Es wird nur einen Radweg geben, der stadteinwärts genutzt werden darf. Stadtauswärts muss auf der Straße gefahren oder das Rad auf dem Fußweg geschoben werden. "Die Straßenbreite lässt es nicht zu, auf beiden Seiten einen Radweg zu bauen", sagte Krüger. Man habe versucht, das Verkehrsamt des Landkreises zu überzeugen, dass der eine Radweg für beide Richtungen nutzbar sein darf. "Das wurde mit Hinweis auf die erhöhte Unfallgefahr abgelehnt", sagte der Regionalbereichsleiter.