Stendal (dly) l Hauptunfallursache waren auch im vergangenen Jahr die Wildunfälle. Mit insgesamt 1045 Fällen lagen sie allerdings deutlich unter dem Wert des Vorjahres (1417). "Bei den Wildunfällen gibt es im Landkreis Stendal aber keine regionalen Schwerpunkte, sie verteilen sich über den gesamten Landkreis", sagte Polizeihauptkommissarin Franziska Hain, im Revier für die Auswertung der Unfallzahlen zuständig.

Bei den Unfallursachen folgen Wenden und Rückwärtsfahren (hauptsächlich auf Großparkplätzen) auf Platz zwei und eins zu geringer Abstand auf Platz drei (siehe Grafik). Alkohol war in 56Fällen Schuld am Unfall. Aus der Häufigkeit der Ursachen lassen sich aber nicht immer die Folgen der Unfälle ablesen. So machen die Unfälle infolge missachteter Vorfahrt nur gut fünf Prozent aller Unfälle aus, sie sind aber knapp 20 Prozent aller Unfälle, bei denen Personen verletzt wurden.

Rechnet man die drei Unfallursachen Vorfahrt, Geschwindigkeit und Abstand zusammen, sind dies 15,53Prozent am Gesamtunfallaufkommen - aber knapp 40 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden. Hingegen spielen die Wildunfälle, die Hauptunfallursache, mit 3,3Prozent bei den Verletzten nur eine Nebenrolle.

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