Mit den besten Ausstellerzahlen aller Zeiten schloss die ITB am Sonntag ihre Tore in Berlin. Mehr als 170000 Besucher besuchten die über 11000 Stände aus 93 Ländern. Mittendrin war der Stand der Altmark, an dem sich nicht nur der Tourismusverband Altmark, sondern auch Kommunen und Unternehmen präsentierten.

Berlin/Altmark (dan). Die Messe begann erfreulich für die Altmark. Bereits am ersten Tag wurden dem Schullandheim Klietz und dem Salzwedler Unternehmen Hydraulik Service das Q-Siegel verliehen (Volksstimme berichtete). Doch auch die Aussteller waren zufrieden. "Wir hatten gute Kontakte zu vielen Reiseveranstaltern aber auch ein reges Interesse von Privatpersonen für den Aktivtourismus", sagte Mandy Hodum, Vorsitzende des Tourismusverbandes Altmark. Während der fünftägigen Messezeit standen der Verbandschefin auch Vertreter aus Stendal, Gardelegen, Kalbe, Buch und Havelberg zur Seite, um ihre Stadt in Berlin zu präsentieren.

Garley-Festbier zum Sachsen-Anhalt-Tag

Dabei durften die Königinnen der Region natürlich auch nicht fehlen. Dazu gehörten Blumenkönigin Christina Pomp aus Kalbe, Perlenprinzessin Michaela Regber und Bierkönigin Inga Braune aus Gardelegen. Braune ist seit elf Jahren im Amt und machte während der Tourismusbörse auch Werbung für das Festbier der Garley-Brauerei, das zum Sachsen-Anhalt-Tag im Juni ausgeschenkt werden soll. Das gefiel auch Wirtschaftsminister Reiner Haseloff. Ergänzt wurde die Werbung für das große Landesfest mit einem druckfrischen Flyer, der pünktlich zur ITB fertig geworden ist. Auch Unternehmer aus der Altmark nutzten die Tourismusbörse, um dort Kontakte für ihre Hotels, Pensionen oder auch Reiterhöfe zu knüpfen.

"Der Tourismus ist eine wichtige Nische in der Altmark und gewinnt zunehmend an Bedeutung", sagte Tilman Tögel, Vizevorsitzender des Landestourismusverbandes. Insgesamt ist die Tourismus- wirtschaft im vergangenen Jahr um drei Prozent gewachsen und setzte damit den positiven Trend der Vorjahre fort. Wachstum sei auch in der Altmark durch den Elberadweg spürbar gewesen.

"Die Altmark hat sich sehr gut präsentiert", sagte Salzwedels IHK-Chef André Rummel. Er nutzt die Tourismusmesse, seit drei Jahren, um mit tschechischen Partnern eine Erfahrungsaustausch zum Thema Elberadweg vorzubereiten. Die erste Konferenz fand im Juli 2008 in Havelberg statt. Das war der Startschuss einer regelmäßigen Arbeit über die Ländergrenzen hinaus, die mit weiteren Treffen im Jahr 2009 in Prag und im Jahr 2010 in Pirna gekrönt wurde. In diesem Jahr soll der Erfahrungsaustausch wieder in der Altmark stattfinden. Auf der ITB wurde der Rahmenplan dafür besprochen, sodass die Eckpunkte für die Konferenz am 7. und 8. Juli in Tangermünde feststehen.

Siebter Titel in Folge für den Elberadweg

Dass der Elberadweg eine große nationale Bedeutung hat, zeigt eine aktuelle Umfrage. Die deutschen Radfahrer bleiben ihren liebsten Routen treu: Auch 2010 stand der Elbe-Radweg in der Gunst der Radler ganz oben. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. Den Titel "beliebtester Fernradweg Deutschlands" hat der Elberadweg nun schon zum siebten Mal in Folge angeräumt. "Deshalb sind Treffen mit unseren tschechischen Partner wichtiger denn je", sagt IHK-Chef Rummel.

Wichtiger Partner ist dabei der Tscheche Daniel Mourek. Er ist seit einigen als Projektkoordinator für die Entwicklung des Elberadweges in Tschechien zuständig und wird auch in Tangermünde dabei sein. Passenderweise zählt das Radfahren zu seinen liebsten Hobbys und will sich auch in der Altmark auf den Drahtesel schwingen. Denn die Konferenz besteht nicht nur aus einem Erfahrungsaustausch in der Alten Kanzlei in Tangermünde, sondern auch aus einem aktiven Teil, bei dem die Teilnehmer den Elberadweg zwischen Tangermünde und Magdeburg kennenlernen. Auch die beiden Landräte wollen dabei sein.