Im Rahmen des DFB-Projekts "Mitspielen kickt" richtete die Montessori-Grundschule in Bindfelde ein Fußballturnier aus. Eingeladen war auch die zweite Klasse der Grundschule Nord aus Stendal. In einer Mini-Weltmeisterschaft standen sich im Finale Argentinien und die GUS gegenüber.

Bindfelde. Da guckten Hängebauchschwein und Huhn nicht schlecht. Die tierischen Mitbewohner der Montessori-Grundschule in Bindfelde mussten sich am Mittwoch Morgen auf mächtig Lärm einstellen. Anfeuerungsrufe, tobender Applaus und heiße Debatten über Spielverläufe. Die Montessori-Grundschule richtete hinter ihrer Schule ein Fußballspiel aus und hatte als Gegner die zweite Klasse der Stendaler Grundschule Nord in das beschauliche Bindfelde geladen.

Sport für alle

Ganz im Sinne der anstehenden Weltmeisterschaft spielten sie für verschiedene Nationen um den Sieg. Während einstige Favoriten wie Brasilien, Deutschland oder England die Finalrunden nicht erreichten, standen sich am Ende vier Außenseiter gegenüber.

Albanien, Algerien, Argentinien und die wieder auferstanden GUS-Staaten, ungewöhnlicherweise nicht in rot sondern in blau, erreichten die letzten Runden. Organisiert wurde das Turnier vom Team um Guido Völz. "In Zusammenarbeit mit dem DFB konnten wir wieder so ein tolles Turnier gestalten." Der Angestellte der Geschäftsführung der Grundschule hatte die Schule für das Fußballturnier vom DFB beworben. Dieser hatte ausgeschrieben, Schulen in ganz Deutschland mit dem nötigen Fußballequipment für das Ausrichten einer Mini-Weltmeisterschaft fit zu machen. Dafür spendierte der Deutsche Fußballbund ein Spielfeld, Medaillen und viele Preise für Erstplazierte, Vizemeister und alle anderen Kicker. "Mitspielen kickt!" – ist das Motto für die Aktionstage auf den 1 000 Mini-Spielfeldern in ganz Deutschland.

"Wir machen das mit dem Ziel, Kinder für den Fußballsport zu begeistern. Ihnen zeigen, wie schön das Gemeinschaftsgefühl beim Fußball ist. Dass es keine Rolle spielt, ob Mädchen oder Jungen spielen, egal welcher Nationalität. Fußball ist der Sport für alle", sagt Völz.

Aber zurück zum Spiel: Den Kampf um Platz drei bestritten Albanien und Algerien. Nach fünf Minuten war die reguläre Spielzeit vorbei. Dann ging es nach dem Golden Goal-Prinzip in die Nachspielzeit. Die Mädchen und Jungen kickten und liefen um die Wette, denn keiner wollte sich so schnell geschlagen geben. Doch dann, ganz aus dem nichts geschah es: Die Kicker vom Team Algerien konnten auf das Treppchen steigen, das Golden Goal war gefallen. Und Albanien war Vierter. Das Finale bestritten Argentinien und die GUS-Staaten. Es begann mit einem schnellen Tor für die Südamerikaner in rot. Die waren vertreten durch die zweite Klasse der Grundschule Nord. Die Bindfelder, in blau, zogen aber schnell nach. Doch am Ende mussten sich die GUS-Staaten geschlagen geben. Lange Gesichter und Wut über den verpassten Sieg waren aber nur von kurzer Dauer. Schnell war die Niederlage vergessen und die Freude über den Vizeweltmeistertitel da.

"Die Förderung der sozialen Kompetenz von Kindern und die Förderung der Kooperation zwischen Schulen und Sportvereinen steht hier im Vordergrund. Und das klappt prima", freut sich Völz über die Mini-Meisterschaft.

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