Mit dem Ziel, Jugendlichen Lust auf eine Berufsausbildung in der Altmark zu machen, startete das Ausbildungsnetzwerk Altmark ANA im August einen Wettbewerb zur Gestaltung eines Ausbildungskalenders. Junge Leute aus den Schulen des Landkreises waren aufgerufen, ihre Ideen einzubringen. Jetzt liegt das Ergebnis vor – in 250 druckfrischen Exemplaren.

Stendal. Jan Ludwig ist Auszubildender der Altmärker Fleisch- und Wurstwaren GmbH – einer von derzeit 39. Wahrscheinlich hätte es sich der junge Mann nie träumen lassen, neben der beruflichen auch einmal eine " Model-Kariere " zu starten. Dass er letztere vorantreiben wird, scheint zwar eher unwahrscheinlich, aber immerhin schaffte es der 19-Jährige mit seinem Foto in einen Kalender, in dem er für den Beruf des Fleischers in seinem Ausbildungsbetrieb wirbt.

Zu danken hat Jan das indirekt auch dem Ausbildungsnetzwerk Altmark ANA. Das startete im August einen Wettbewerb, in dessen Ergebnis nun der erste Ausbildungskalender der Altmark druckfrisch auf den Markt kommt. Jedes der zwölf Kalenderblätter schmückt ein beziehungsweise eine Jugendliche ( r ) aus einem altmärkischen Unternehmen, umseitig gespickt mit den wichtigsten Informationen zu seinem Ausbildungsbetrieb, den dortigen Ausbildungsberufen inklusive der Anforderungen an die Lehrstellenbewerber und deren Entwicklungschancen im Unternehmen sowie der Zahl der im kommenden Jahr freien Lehrstellen.

Die Art, wie dieser Kalender zu gestalten war und mit welchen Informationen er aufwarten sollte, haben Jungen und Mädchen aus der 8. Klassen der Stendaler Pestalozzi- und der Comeniusschule maßgeblich mitbestimmt. Sie brachten ihre Ideen in den Kalender-Wettbewerb ein. Ein Wettbewerb übrigens, der im Rahmen des Projekts " Stärken vor Ort " über den Europäischen Sozialfond ( ESF ) gefördert wurde, und an dem sich alle Sekundar- und Förderschulen im Landkreis hätten beteiligen können.

" Zukunft mit Plan – Vieles ist möglich " überschrieb das ANA sein diesbezügliches Engagement und fand gemeinsam mit Schülern eine Möglichkeit, auf unkonventionelle Weise für Berufe in der Altmark zu werben. Zu werben so auch unter jungen Leuten, ihre Zukunft in der Heimatregion zu planen und zu gestalten. Der Ausbildungskalender – in 250 Exemplaren gedruckt – wird den Mädchen und Jungen der achten bis zehten Klassen der Sekundar- und Förderschulen des Landkreises Stendal bei ihrer Berufswahl helfen.

All denen, die daran mitwirkten, zuallererst den Jugendlichen, die mit ihren Kalender-Gestaltungsideen zu Wettbewerbssiegern gekürt wurden ( siehe Foto oben ), und den Unternehmen, die sich an der Umsetzung dieser Ideen beteiligten, sagte das ANA in der Vorwoche mit einer kleinen Feierstunde Dank.

Das Ergebnis macht dem ANA Mut, ein solches Projekt auch in der Westaltmark zu starten. Anfang kommenden Jahres soll ein entsprechender Förderantrag gestellt werden.