Dahrenstedt ( dsc ). Mit schmetternden Trompetenklängen wurde am Sonnabend die Saison auf dem Kunsthof in Dahrenstedt eröffnet. Sebastian Sochamit und Clemens Fischer sorgten für den musikalischen Rahmen der Vernissage " Raum für Kunst ", zu der Galeristin Monika von Puttkamer einlud.

Die Ausstellung mit Werken von Michael Schröder und Werner Steinbrecher sollte bereits im vergangenen Jahr auf dem Kunsthof gezeigt werden. Die schwere Erkrankung Steinbrechers machte dies aber nicht möglich. Am 23. Oktober 2008 erlag der Künstler seinem schweren Krebsleiden. " Der Gedanke einer gemeinsamen Ausstellung blieb ", erklärte Schröder den Gästen. Diese wurde so aufgebaut, wie sie im Vorjahr geplant war. Es ist übrigens die erste Ausstellung mit Werken Steinbrechers nach dessen Tod. " Und es werden viele folgen ", versichert sein Künstlerfreund.

Steinbrecher und Schröder kennen sich seit 30 Jahren. Werner Steinbrecher wurde 1946 geboren. Er studierte Architektur, später Malerei an der Akademie für Bildende Künste Nürnberg und an der HfbK Berlin. Er erhielt einen Abschluss als Meisterschüler der HdK Berlin. In den 70 er Jahren zählte er zum Berliner Realismus. Seit 1977 arbeitet er in den Bereichen : Publikation und didaktische Kunstvermittlung, Buch- und Plakatillustration, Ausstellungsgestaltung und -organisation, Wandmalerei ( Kunst im öffentlichen Raum ), Innenraummalerei und Kunstaktionen. Beispielsweise stammen die Deckenfresken im Berliner Theater des Westens von Steinbrecher. Werner Seinbrecher kehrte der Großstadt den Rücken und zog noch Allenbostel bei Uelzen. " Gegenüber einem Rübenfeld arbeitet er nun an seinen Projekten ", beschreibt es Schröder.

Der Berliner Michael Schröder ist von Hause aus Soziologe und beschäftigt sich mittlerweile mit der Architektur. Die beiden Künstlerfreunde verband die Liebe zur russischen Avantgarde sowie zum Dadaismus. Dies sind die Stilrichtungen, die beide zusammenführten.

Die Collagen und Objekte der Ausstellung stehen im Dialog miteinander. " Im Dialog " lauten auch einige Titel der Werke an den Wänden. Hierbei geht es nicht um den Dialog von Formen, sondern um den Dialog von Farben und insbesondere von Materialien. Dabei greifen die Künstler zu allen erdenklichen Materialien. Holz trifft zum Beispiel auf das Gestell einer Brille.