Oschersleben l Der Seniorenverband BRH Oschersleben hatte im Zuge seiner Mitgliedsversammlung Gäste eingeladen. Klaus Glandien von der Verkehrswacht Oschersleben und Polizeiobermeister Peter Hartling vom Polizeirevier der Bodestadt waren gekommen, um aufzuklären und zu informieren.

Klaus Glandien ging zunächst auf die Veränderungen im Straßenverkehr ein. Auch gab er Erläuterungen zu der aktuellen Unfallstatistik. Demnach sind Senioren nicht die Hauptverursacher von Unfällen. Dennoch riet er: "Mit zunehmenden Alter sollten regelmäßig ärztliche Voruntersuchungen getroffen werden." Auch wenn das Führen eines Fahrzeugs ein Stück eigene Mobilität bedeute, sollte "wenn Augen und Ohren nicht mehr mitmachen, die richtige Entscheidung für sich und andere Verkehrsteilnehmer getroffen werden", erklärte Glandien.

Auch zum neuen Punktesystem, die Umwandlung der bisher bestehenden und die Vergabe von neuen Punkten, klärte er auf. Ein weiterer Schwerpunkt war die richtige Nutzung eines Schwerbehindertenausweises. Die Sonderrechte beim Parken auf entsprechend ausgeschilderten Parkplätzen erfordern demnach einen Zusatz. Auch seien die Schwerbeschädigtenausweise personengebunden und müssen wieder abgegeben werden. Eine unbefugte Nutzung stelle demnach eine Straftat dar.

Peter Hartling ging auf das richtige Verhalten bei dem sogenannten "Enkeltrick" ein. Auch das kriminelle Vorgehen bei Haustürgeschäften und Gewinnbenachrichtigungen wurde erläutert. Der Polizeiobermeister legte nahe, im Zweifelsfall immer die Polizei anzurufen. "Es ist auch wichtig, einen Blick auf unsere Nachbarn zu werfen, sei es in Notsituationen oder wenn diese längere Zeit nicht mehr gesehen wurden", sagte Hartling.

Ein Teil der Diskussion war dem geplanten Tunnelbau in Oschersleben gewidmet. Hier wurde nahgelegt, dass die Mitglieder des BRH sich auf die Verkehrsänderungen während der Bauphase und nach der Fertigstellung konzentrieren sollten.

 

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